Wütende Fans nach Cup-Blamage

Wiener Austria im freien Fall

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Die Austria muss nach dem peinlichen Cup-Aus in Kapfenberg die Fans versöhnen. 

Das violette Pulverfass explodiert! In der Conference-League-Quali scheiterte die Austria am klaren Außenseiter Breidablik, in der Liga ist man nach acht Spielen mit nur einem Sieg Zehnter. Zum Tiefpunkt der Saison kam es jetzt allerdings im Cup. Die Veilchen scheiterten in der 2. Runde an Kapfenberg, mussten sich dem Zweitligisten 5:6 nach Elfmeterschießen geschlagen geben. "In der zweiten Hälfte waren wir fahrig, haben hektisch gespielt. In der Verlängerung haben wir nach einem Fehler das Tor bekommen. Dass man im Elferschießen ausscheidet, da mache ich niemanden einen Vorwurf, da gehört auch Glück dazu", meine Trainer Manfred Schmid. Bei den Fans haben die Spieler auch den letzten Kredit verspielt.

Fans stürmten nach der Cup-Blamage den Platz Nach der Cup-Blamage stürmten einige Zuschauer den Platz in Kapfenberg, stellten die Austria-Stars rund um Goalie Patrick Pentz zur Rede. Auch in den sozialen Netzwerken geht es im violetten Fan-Lager heiß her. "Es ist einfach nur traurig, was mit der Austria passiert ist", schrieb ein Anhänger. "Es ist immer das gleiche Theater. Man hört immer dieselben Ausreden", ein anderer.

Wegen 2G und Formtief drohen leere Ränge

Aufgrund der vergangenen Leistungen, vor allem aber wegen der kommenden 2-G-Regel in Wiens Stadien, muss die Austria vor leeren Rängen in der Generali-Arena zittern. Das wäre die nächste große Watschn. Immerhin ist die wirtschaftliche Situation weiter sehr angespannt. Am Sonntag haben die Veilchen die Chance ihre Fans auf sportlichem Wege zu versöhnen. In Hartberg muss unbedingt ein Liga-Sieg her. Aktuell liegt die Austria nur drei Punkte vor dem Abstiegsplatz.

Horror-Bilanz für Schmid

"Die Enttäuschung ist riesengroß", sagte Austria-Trainer Manfred Schmid nach dem Cup-Aus gegen Kapfenberg. Der 50-Jährige sollte nach der Katastrophen-Saison im Vorjahr den Umbruch einleiten. Zwar ließ der Trainer unter anderem mit Muharem Huskovic oder Can Keles heuer schon einige junge Eigengewächse auflaufen, sportlich ging es allerdings eher bergab als bergauf. Schmid machte in seinen ersten zwölf Spielen durchschnittlich einen Punkt pro Spiel. Er feierte nur zwei Pflichtspielsiege. Damit ist er der schlechteste Austria-Trainer, der länger als elf Spiele im Amt war. Robert Sara holte 1998 nur 0,38 Punkte pro Spiel, wurde aber nach acht Partien entlassen.

»Spieler müssen sich dafür verantworten«

Sportdirektor Manuel Ortlechner nimmt aber nicht den Trainer, sondern die Spieler in die Pflicht: "Sie müssen sich jetzt dafür verantworten", so der 41-Jährige.

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