WSG Tirol schießt Wolfsberg ab

5:1-Heimerfolg in Wattens

WSG Tirol schießt Wolfsberg ab

Tirol zeigt sich im Heimspiel gegen den WAC ungewöhnlich kaltschnäuzig und fährt einen wichtigen 5:1-Sieg ein. Die Wattener geben somit vorerst die "Rote Laterne" ab.

WSG Tirol hat die "Rote Laterne" in der Fußball-Bundesliga an den SCR Altach weitergereicht und in der Tabelle den Sprung auf Rang neun geschafft. Das gelang dank einem 5:1-Kanterheimsieg in der 15. Runde gegen den WAC, bei dem Giacomo Vrioni herausragend war. Die Tiroler setzten sich um drei Punkte vom Schlusslicht ab und beendeten den Erfolgslauf der zweitplatzierten Kärntner, die zuvor in sechs Bewerbspielen in Folge als Sieger vom Platz gegangen waren.

Der 23-jährige Vrioni brachte die zuvor drei Pflichtspiele sieglosen Hausherren in der 26. Minute in Führung und sorgte auch für den Endstand (85.). Damit ist er in der Liga-Schützenliste mit sieben Treffern die Nummer drei. Zudem bereitete der Leihspieler von Juventus Turin den Treffer von Thomas Sabitzer (38.) vor und war auch für das Eigentor von WAC-Tormann Alexander Kofler (62.) hauptverantwortlich. Auch Valentino Müller (77.) trug sich in die Schützenliste ein. Einzige Ausbeute der Gäste war ein Tor von Eliel Peretz (45.).

Wattens agierte eiskalt

Nach einem gegenseitigen Abtasten nahm die Partie ab der 20. Minute richtig an Fahrt auf. Vrioni zog an WAC-Tormann Alexander Kofler vorbei, sein Abschluss wurde aber noch in den Corner gelenkt (21.). Vier Minuten später verwertete die Juve-Leihgabe die nächste Chance, köpfelte nach Klassen-Flanke vom Fünfer ein. Der Ex-Tiroler David Gugganig war dabei viel zu passiv, kam nicht in den Zweikampf. Beinahe wäre ein Doppelschlag geglückt, Vrioni spielte einen Konter nach Sabitzer-Zuspiel nicht richtig zu Ende (30.).

Doch auch der WAC war durch den Rückstand angestachelt und wurde immer wieder gefährlich. Der von einer Knieverletzung genesene Ferdinand Oswald wehrte einen Peretz-Schuss genauso ab wie eine Müller-Rückgabe (33.). Zudem schoss Michael Liendl aus guter Position Felix Bacher an (37.). Das rächte sich im Gegenzug. Die Tiroler schalteten vom eigenen Sechzehner blitzschnell um und Sabitzer vollendete aus 14 Metern nach Vrioni-Zuspiel gefühlvoll via Innenstange.

Eine Vorentscheidung war damit noch nicht gefallen, die Kärntner übernahmen sofort das Kommando. Oswald konnte einen Peretz-Schuss noch in den Corner abwehren. Nach diesem köpfelte Bror Blume ungewollt in Richtung eigenes Tor, wo Peretz aus vier Metern Abstauberqualitäten zeigte. Gleich darauf hatte Adis Jasic das 2:2 auf dem Fuß, schoss aber knapp daneben (45.+1).

Vrioni zaubert - WAC-Anschluss zu wenig

Nach Wiederbeginn benötigte die Partie wieder Anlaufzeit. Und wieder war es Vrioni, der glänzte. Zuerst machte er zwar einen viel zu langen Haken an Kofler vorbei, dann aber tanzte er die viel zu passiven Mario Leitgeb und Gugganig im Strafraum aus, zog von der Touroutlinie aus ab und der Ball landete via dem Körper von Kofler sehenswert im Netz. Der Anschlusstreffer des WAC von Michael Liendl wurde zurecht vom VAR aberkannt (69.).

Sonst spielten nur die Tiroler, die noch für ganz klare Verhältnisse sorgten. Einen wuchtigen Schuss von Müller vom Sechzehner konnte Kofler nur an die Oberkante der Latte abwehren, von wo das Leder ins Tor ging. Eine Minute nachdem Markus Wallner die Stange getroffen hatte, war es Vrioni vorbehalten, mit einem Flachschuss aus mehr als 20 Metern ins Eck für das letzte Highlight zu sorgen. Der mit der selben Startformation wie beim 4:1 gegen Rapid angetretene WAC bleibt damit ein gern gesehener Gegner, von acht Meisterschaftsduellen hat man weiter nur eines verloren.