Rapidler müssen auf die Couch

Krise

Rapidler müssen auf die Couch

Bei Rapid liegen die Nerven blank - Ein Psychologe ist jetzt gefragt.

Drei Runden vor Schluss liegt Rapid fünf Punkte hinter Platz drei, der eine Teilnahme an der Europa League ermöglich würde. Trainer Zoki Barisic flüchtet sich in Durchhalteparolen: „Es sind noch neun Punkte zu vergeben. Wenn sich das Blatt wendet, ist noch alles möglich.“ Da müsste schon ein kleines Wunder passieren. Denn die Hütteldorfer sind komplett von der Rolle. Dabei hatte es nach dem Pacult-Rauswurf so eine Euphorie gegeben, es wurden drei Spiele in Folge gewonnen. Da träumte man in Hütteldorf sogar vom Titel.

Hütteldorfer sind seit vier Runden sieglos
Barisic sagt: „In den letzten vier Spielen war das Spielglück auch einfach nicht auf unserer Seite. Das muss man auch einmal ganz offen sagen. Es war häufig so, dass wir in entscheidenden Momenten das Spiel aus der Hand gegeben haben. Das sind Sachen, die man natürlich auch berücksichtigen muss.“ Nachsatz: „Hoffentlich ändert sich das jetzt.“ Schon am Samstag in Ried, wo es die bittere Cup-Pleite gegeben hatte, wäre das dringend notwendig.

Barisic hat für heute Teamsitzung einberufen
Für heute hat Barisic eine Mannschaftssitzung einberufen. Ob die was nützt? Ein Spieler: „Geredet haben wir in den letzten Tagen genug.“ Der Frust sitzt tief. Barisic: „In unserer Situation spielen natürlich auch die Nerven mit. Vielleicht hat bei der einen oder anderen Szene die innere Ruhe gefehlt.“ Vielleicht wäre es auch besser, wenn er seine Spieler auf die Couch schickt. Barisic weiß: „Schon Ernst Happel hat gesagt: ‚Ein Fußballer besteht zu 20 Prozent aus Talent und zu 80 Prozent aus Hirn oder Psyche.‘“