St. Pölten bleibt an Leader LASK dran

Erste Liga

St. Pölten bleibt an Leader LASK dran

Niederösterreicher feiern 3:0-Heimsieg gegen Lustenau.

St. Pölten hält im Titelkampf der Fußball-Erste-Liga mit dem LASK Schritt. Die Niederösterreicher feierten am Dienstag gegen Austria Lustenau einen 3:0-Erfolg und liegen auch nach der 30. Runde nur aufgrund des schlechteren Torverhältnisses hinter dem Tabellenführer aus Oberösterreich zurück. Der Dritte Wacker Innsbruck scheint mit sieben Zählern Rückstand schon aus dem Aufstiegsrennen zu sein.

Krimi um Aufstieg
St. Pölten hat nach dem vierten Sieg in den jüngsten fünf Runden sechs Spiele vor Saisonende nur mehr ein Tor Rückstand auf die Linzer. Das direkte Duell mit dem Leader steht noch aus, geht am 13. Mai in der drittletzten Runde in der NV-Arena über die Bühne. Gegen Lustenau avancierte Cheikhou Dieng (15.,86.) zum Matchwinner, er bereitete auch das dritte Tor von Lukas Thürauer (95.) vor. St. Pölten hat nun mit 14 Siegen gegen Lustenau so oft gewonnen, wie gegen kein anderes Erste-Liga-Team.

Der nicht aufstiegsberechtigte Vierte Liefering holte sich mit einem verdienten 1:0 gegen Kapfenberg den dritten Sieg hintereinander und rückte bis auf drei Punkte an Innsbruck heran. Der Abstand auf den Fünften Lustenau konnte auf sieben Zähler vergrößert werden, der KSV wurde bereits um elf Punkte distanziert. Wiener Neustadt verlor auch das zweite Spiel unter Trainer Rene Wagner, unterlag Fix-Absteiger Austria Salzburg zu Hause 1:2. Ein Befreiungsschlag gelang Austria Klagenfurt, nach neun Niederlagen en suite gab es einen 2:0-Sieg bei Schlusslicht FAC.

Knett zieht Notbremse
St. Pölten war nach dem Out im ÖFB-Cup-Halbfinale sowie der 1:2-Heimniederlage gegen Liefering in der Liga am Freitag Nervosität anzumerken. Mit der einzig wirklich guten Aktion vor der Pause gingen die Gastgeber trotzdem in Führung. Nach Beichler-Flanke konnte sich Dieng den Ball am Elfer seelenruhig herunternehmen und zum 1:0 vollenden (15.). Die Vorarlberger hatten mehr vom Spiel, waren zweikampfstärker und auch gefährlicher, konnten sich aber nicht belohnen. Bei der besten Möglichkeit ging ein Haring-Kopfball hauchdünn daneben (31.).

Gleich nach Wiederbeginn bekamen die Hoffnungen der Lustenauer auf die Wende einen großen Dämpfer. Nach einer haarsträubenden Sakic-Kopfball-Rückgabe musste Goalie Christopher Knett gegen Daniel Segovia die Notbremse ziehen (54.). Sein Ersatzmann Nicolas Mohr bekam zwar nicht viel zu halten, selbst konnten die Gäste in Unterzahl aber kaum mehr entscheidende Akzente setzen. Aus einem Konter machte Dieng mit dem 2:0 (86.) alles klar. St. Pölten fixierte trotz schwacher Vorstellung den siebenten Zu-Null-Heimsieg der Saison und ging nach zwei Niederlagen gegen Lustenau in Folge wieder einmal im direkten Duell als Sieger vom Feld.

Klagenfurt gewinnt Krisen-Duell
Die Lieferinger setzten sich gegen Kapfenberg schon zum siebenten Mal durch (im 12. Spiel), gegen kein anderes Team haben die "Jungbullen" öfter gewonnen. David Atanga (53.) sorgte bei zum Teil Regen sowie Schneefall in Grödig nach der Pause für die Entscheidung und dafür, dass Liefering zu Hause nun schon fünf Spiele ungeschlagen ist. Für die Obersteirer war es die erste Auswärtsniederlage im Jahr 2016.

Wiener Neustadt war gegen Austria Salzburg ebenbürtig, konnte die vierte Niederlage in den jüngsten fünf Partien aber nicht verhindern. Christoph Bann (24.) und Uros Palibrk (78.), unmittelbar nach dem Ausgleich der Hausherren durch Marvin Egho (77.), machten den Auswärtssieg perfekt. Im Rahmen der Partie war Wiener Neustadts Günter Kreissl verabschiedet worden, er wechselt mit 1. Mai als Sportdirektor zu Sturm Graz.

Im Krisenduell zwischen dem FAC und Klagenfurt konnten sich die Gäste nach der Pause den entscheidenden Vorteil verschaffen. Stefan Schwendinger (58.) und Bernd Kager (73.) sorgten dafür, dass die Wiener nun schon seit 17 Heimspielen auf einen Sieg warten müssen. So eine lange Negativserie hatte zuletzt Bad Bleiberg in der Liga zwischen April 2003 und April 2004 aufzuweisen.