St. Pölten siegt und knackt Rekord

Souveräner Meister

St. Pölten siegt und knackt Rekord

Meister St. Pölten beendete Erste Liga mit Punkterekord.

Fußball-Meister SKN St. Pölten hat zum Saisonabschluss einen neuen Erste-Liga-Punkterekord aufgestellt. Die Niederösterreicher haben nach einem völlig verdienten 3:0-Erfolg gegen Schlusslicht FAC am Mittwochabend in der NV-Arena 80 Zähler auf dem Konto. Der LASK beendete die Saison nach einem klaren 4:1-Sieg bei Liefering mit einem Respektabstand acht Zähler dahinter.

Innsbruck auf Drei
Wacker Innsbruck hielt im Finish trotz einer 1:2-Heimniederlage gegen Wiener Neustadt Rang drei, da Liefering nicht voll punkten konnte. Der Fünfte Austria Lustenau kam gegen Austria Klagenfurt zu einem 2:0-Erfolg. Für die Kärntner könnte es vorerst der letzte Auftritt in der zweithöchsten Spielklasse gewesen sein, sie stehen ja noch immer ohne Lizenz für die nächste Saison da. Der Sechste Kapfenberg verabschiedete sich mit einem 1:1 gegen Absteiger Austria Salzburg in die Sommerpause.

St. Pölten ungefährdet
St. Pölten war vor der großen Meisterparty ungefährdet und durfte schon nach weniger als einer halben Minute erstmals jubeln. Nach Segovia-Vorarbeit vollendete Michael Ambichl (1). Auch beim zweiten Treffer leistete St. Pöltens Toptorschütze die Vorarbeit. FAC-Goalie Martin Fraisl konnte einen Kopfball Segovias noch parieren, war gegen den Abstauber von David Stec (28.) aber machtlos. Schon zur Pause hätten die Gastgeber auch gut und gerne höher führen können. Nach dem Seitenwechsel war dann etwas die Luft draußen, in der Nachspielzeit erhöhte Bernd Geschweidl (92.) aber noch auf 3:0.

Siebter Sieg in Folge
St. Pölten blieb damit wie gegen Wiener Neustadt auch gegen den FAC diese Saison ohne Punktverlust. Mit dem siebenten Sieg in Folge sorgte die Truppe von Chefcoach Karl Daxbacher für einen neuen vereinsinternen Erste-Liga-Rekord. 80 Punkte hatte in der zweithöchsten Spielklasse Österreichs vor St. Pölten noch kein Team erreicht.

LASK mit Sieg zum Abschluß
Die Linzer präsentierten sich in der Red-Bull-Arena von einer guten Seite, ließen gegen die "Jungbullen" aber vorerst die nötige Effizienz vermissen. Erst in der Nachspielzeit traf Dimitry Imbongo (45.+1) per Kopf zur Führung. Die Hausherren schlugen postwendend zurück. Raphael Dwamena (45.+3) sorgte nach einem Eckball für Lieferings erstes Saison-Kopfballtor. Nach dem Seitenwechsel belohnten sich die Oberösterreicher noch mit drei Punkten. Fabiano staubte zum 2:1 (64.) ab, Manuel Kerhe (72.) und Rene Gartler (81.) machten endgültig den Sack zu. Liefering musste im vierten Heimspiel gegen den LASK erstmals Punkte abgeben.

Torjägerkrone an Pichlmann
Innsbruck blieb im ersten Spiel nach dem Ende der Ära des entlassenen Klaus Schmidt vieles schuldig. Wiener Neustadt verschaffte sich durch Daniel Maderner (21.) schon früh einen Vorteil. Obwohl Alexander Gründler (76.) nach zwei vergebenen Elfmetern von Thomas Pichlmann (der erste wurde wiederholt) der Ausgleich gelang, musste Wackers Interimstrainer Andreas Schrott eine Niederlage hinnehmen. Marvin Egho (88.) avancierte im Konter zum Matchwinner für die Gäste, die auswärts gegen Innsbruck in der Erste Liga weiter ungeschlagen sind. Für Innsbrucks Goalgetter Thomas Pichlmann gab es trotzdem Grund zur Freude, er sicherte sich mit 20 Treffern vor Segovia (19) die Torjägerkrone.

Wießmeier bester Spieler
In Lustenau wurde Julian Wießmeier vor der Partie als "Bester Spieler der Saison" ausgezeichnet. Danach durfte seine Mannschaft dank Toren von Jailson (66.) und Ilkay Durmus (90.) gegen Klagenfurt über einen 2:0-Erfolg jubeln. Für Seifedin Chabbi war es die letzte Partie im Lustenau-Dress, er wechselt in die Schweizer Super League zu St. Gallen, wie am Mittwoch bekannt wurde. Keinen Sieger gab es beim Duell Kapfenberg gegen Austria Salzburg. Maximilian Ritscher traf für die Obersteirer (44.), Leonhard Kaufmann für die in die Regionalliga absteigenden Gäste aus Salzburg.