Hooligan-Terror: Security versagte

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Hooligan-Terror: Security versagte

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Kriegszustand statt Fußballfest: Hooligans lieferten sich Schlacht beim Wiener Derby.

Nach dem 2:0-Tor für Austria Wien steht das Wiener Derby am Rande des Abbruchs: Raketen fliegen vom Austria-Bereich in einen von Rapid-Fans dominierten neutralen Sektor. „Wenn man sieht, wie Raketen inmitten von Kindern einschlagen, dann stellt man sich gewisse Sinn- bzw. Intelligenzfragen“, schreibt ein entsetzter Austria-Anhänger auf Facebook.

Polizei kam nicht schnell genug zu den Hooligans
Die wenigen Ordner können kaum etwas ausrichten, die Polizisten in Kampfmontur treffen spät ein. Absurd: Zu „Deeskalations-Zwecken“ halten sie sich während des Spiels in den Katakomben des Stadions auf. Entgeisterte Fans berichten zudem: „In unserem Sektor gab es beim Einlass NULL Kontrolle!“

Die Rapid-Anhänger haben Verstärkung aus Ungarn: Befreundete Hooligans von 
Ferencváros Budapest kamen busweise zum Match. Die Polizei stellt vor Spielbeginn Waffen und Schutzausrüstung sicher. Bilanz des Spiels: 80 Anzeigen, zwei Festnahmen, drei Verletzte im Spital. Zwei Austria-Hooligans bekamen bereits Stadionverbot.

Bis zu 150.000 Euro Geldstrafe und Geisterspiele
Die Bundesliga will reagieren: „Mit den Raketen ging es gegen Leib und Leben, da gibt es ein Verfahren gegen Austria Wien“, kündigt Liga-Vorstand Christian Ebenbauer an. Geldstrafen und Geisterspiele kann der „Senat 1“ aussprechen. Rapid zittert wegen mangelhafter Kontrollen.
Auch Sportminister Gerald Klug will eine Reaktion: Nächste Woche gibt es einen Gipfel mit Liga und ÖFB.

(küe)

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