Hoeneß Scholl

Medienbericht

Trainer-Suche: Sensation beim FC Bayern?

Münchner suchen neuen starken Mann. Oder nur eine Zwischenlösung?

Einer der begehrtesten Jobs im Welt-Fußball ist frei: Der FC Bayern sucht nach dem Rauswurf von Carlo Ancelotti einen neuen Trainer. "Wir haben keinen Zeitdruck, aber nach der Pause von zwei Wochen wollen wir eine Lösung haben", kündigt Präsident Uli Hoeneß dem Radiosender FFH an.

Mitte Oktober, also nach der Länderspielpause, soll ein Nachfolger gefunden sein. Als Top-Kandidat wird Thomas Tuchel gehandelt. Er wurde im Sommer trotz DFB-Pokal-Triumph bei Borussia Dortmund entlassen, sagte zuletzt gerüchteweise West Ham United ab. Er wäre vertragslos und damit sofort zu haben.

Außerdem haben die Bayern-Bosse eine hohe Meinung vom 44-Jährigen: "Thomas Tuchel hat mir immer gut gefallen, schon, als er noch in Mainz auf der Bank saß", ließ Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge in der Vergangenheit wissen. Neben Tuchel werden auch Hoffenheims Julian Nagelsmann, der unlängst öffentlich über seinen Bayern-Traum fabulierte, und Liverpools Jürgen Klopp genannt.

Scholl als "Zwischenlösung" bis zum Sommer?

Oder gibt es eine faustdicke Überraschung? Jene bringt die Bild ins Spiel. Demnach bevorzugt Hoeneß eine Doppel-Lösung mit Mehmet Scholl, der von 1992 bis 2007 für die Münchner kickte und bereits die Amateure trainierte, und Hermann Gerland. In den letzten Jahren war der Ex-Bayer für die ARD als Experte tätig.

Vorteil: Scholl kennt den Verein, das Umfeld, kickte mit Sportchef Hasan Salihamidzic und hat zu ihm sowie Hoeneß einen guten Draht. Außerdem sind die Stars um Franck Ribery große Fürsprecher des langjährigen Co-Trainers Gerland, nunmehr Leiter des Nachwuchsleistungszentrums.

Möglicher Hintergrund der "Zwischenlösung": Bayern könnte so die Entwicklung auf dem Markt beobachten, um dann im Sommer die vermeintlichen Wunschkandidaten Nagelsmann oder Klopp loseisen.

© Getty
Scholl
× Scholl