Erling Haaland (Manchester City) jubelt bei 6:3-Sieg über Manchester United.

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Haaland versetzt Fußball-Welt in Aufruhr

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Mit seinem nächsten Dreierpack bzw. mit nun 17 Toren in elf Saisonspielen für Man City sorgt Erling Haaland überall für Staunen.

Schon wieder ein Dreierpack, schon wieder ein Rekord - Erling Haaland versetzt nicht nur Fußball-England, sondern selbst seinen nach Perfektion strebenden Trainer Pep Guardiola ins Staunen. "Wir haben dieses unglaubliche Gefühl, dass er immer hungrig aussieht und so konkurrenzfähig ist. Die Zahlen sind beängstigend", sagte der Trainer von Manchester City nach dem beeindruckenden 6:3-Sieg am Sonntag gegen den Erzrivalen Manchester United.

Wie sein Sturmpartner Phil Foden schoss Haaland mit einem Dreierpack die Hälfte der Tore. Der 23-jährige Norweger brachte damit das Kunststück fertig, im dritten Heimspiel nacheinander drei Treffer zu erzielen - als erster Spieler in der Geschichte der Premier League. "Ich habe noch nie drei Hattricks in drei Heimspielen erzielt. Es ist wunderbar", sagte Haaland der BBC. Und das auch nur in gerade acht Einsätzen in der englischen Fußball-Meisterschaft. "Wir haben sechs Tore geschossen, was kannst du sagen? Es ist unglaublich, zu Hause zu gewinnen und sechs Tore zu erzielen, ja, es ist schön", meinte der Ex-Salzburg-Profi, der vor dieser Saison von Borussia Dortmund nach Manchester gewechselt war.

"Monster", "Freak", "größter Spieler"

"Nur ein Monster", schrieb sein früherer BVB-Mitspieler Mats Hummels bei Twitter, "gut, dass er sich jetzt an andere Länder gewöhnt hat." Haaland hat elf Spiele für den englischen Meister bestritten und dabei 17 Mal getroffen. Dazu kommen drei Assists (zwei davon ebenfalls am Sonntag gegen United). Chelsea-Legende John Terry kam als Expterte für Bein Sports angesichts dieser Zahlen ins Schwärmen: "Er könnte der größte Spieler jemals in der Premier League werden. Ich habe noch nie einen so jungen Spieler gesehen, der dieses Verlangen hat, so viele Tore zu schießen wie er. Er ist einfach unerbittlich." Mit Michael Owen schwärmte eine weitere englische Fußball-Ikone auf Twitter: "Es ist fast unfair, diesem Kerl zu erlauben, in der Premier League zu spielen. Absoluter Freak".

Für United setzte es nach zuletzt vier Siegen wieder eine Niederlage. "Diese Leistung ist inakzeptabel", sagte Coach Erik ten Hag. Vor allem die Einstellung habe diesmal nicht gestimmt. "Wenn du nicht kämpfst, wie wir es nicht getan haben, dann kommst du unter die Räder", sagte der Niederländer. Seinen Spielern hätte der Glaube und Mut gefehlt. Aber: "Ich finde es gut, dass ein Team wie City dir zeigt, wo du in diesem Moment stehst. Wir werden unsere Lektion lernen, und im nächsten Spiel müssen wir es besser machen."

Noch härtere Kritik kam von United-Clublegende Roy Keane. "Sie sollten sich schämen. Man kann in einem Derby nicht zur Halbzeit mit 0:4 zurückliegen, aus Sicht der Spieler sollte es ihnen wirklich peinlich sein", sagte der Ire, der in den Spielen davor noch Fortschritte beim Rekordmeister gesehen hatte. "Wir haben ihnen in den letzten Wochen ein wenig Lob ausgesprochen, aber das ist ein großer Rückschritt, ein Rückschlag. Dieses Spiel war brutal", sagte Keane und schwärmte gleichzeitig vom Guardiola-Team: "Es ist ein Vergnügen, ManCity zu sehen. Sie sind eines der besten Teams, die ich je gesehen habe."

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