Messi droht eine monatelange Sperre

Experte warnt

Messi droht eine monatelange Sperre

Lionel Messi will Barcelona unbedingt verlassen. Jetzt droht ein riskanter Rechtsstreit.

Lionel Messi sorgt für ein Mega-Beben! Nach 20 Jahren verkündete der Argentinier per Fax seinen Abschied aus Barcelona. Die titellose Saison, das 2:8-Debakel gegen die Bayern und das angeschlagene Verhältnis zu Vereinspräsident Josip Maria Bartomeu - einfach zu viel für den 33-Jährigen. Die Fans protestierten lautstark vor dem Camp Nou, dem jahrelangen Wohnzimmer Messis. Trotzdem: Der Abgang der Legende scheint unumgänglich.
 
Mit Manchester City, wo Ex-Messi-Coach Pep Guardiola unter Vertrag steht, scheint ein Abnehmer bereits gefunden. Das Problem: Eine Klausel in Messis Vertrag, die ihn zu einer vorzeitigen Vertragsauf lösung bei den Katalanen berechtigt, ist Ende Juni verstrichen. Der Superstar sei hingegen der Ansicht, die Frist müsse verlängert werden, weil auch die Saison 2019/20 wegen der Corona-Zwangspause verlängert wurde. Aktuell läuft sein Arbeitspapier bis Sommer 2021. Die im Vertrag festgeschriebene Ablöseklausel beträgt unglaubliche 700 Millionen Euro. Wohl auch für Scheich-Klub City viel zu viel. Jetzt droht ein Streit zwischen Messi und Barcelona.
 

Hohes Risiko

Der renommierte Sport-Anwalt Nick De Marco lasst Sky-Interview aufhorchen. Seiner Einschätzung nach droht Messi bei einem Wechsel eine monatelange Sperre. „Eine Möglichkeit ist, dass ein Spieler einfach sagt: 'Ich bin im Recht zu gehen, also gehe ich'.“ In diesem Fall würde die FIFA einschreiten und es nicht zulassen, dass der Spieler umregistriert wird. Macht der FC Barcelona einen Anspruch geltend, dann würde Messi monatelang gesperrt und der neue Verein eine Transfer-Sperre auferlegt. „Das ist eine derart hoch-risikoreiche Strategie, dass sie niemand eingehen würde, wenn man nicht absolut sicher ist, dass der Spieler im Recht ist“, so der Experte.
 
De Marco glaubt aber daran, dass sich die Beteiligten einigen. „Es gibt auf beiden Seiten rechtliche Argumente, aber meiner Erfahrung nach finden die Parteien in fünfundneunzig Prozent dieser Fälle eine kommerzielle Lösung.“ Das würde bedeuten, dass sich ManCity und Barca wohl auf eine Ablöse einigen werden. Die Zeit drängt jedenfalls: Am Montag startet Barcelona wieder mit dem Training, die englische Premier League beginnt schon in zwei Wochen.