Spanier berichten

Trainer-Hammer in Sicht? Madrid beschäftigt sich mit Ex-Erfolgscoach

Ein Abend, wie ihn nur einer inszenieren kann: José Mourinho hat mit Benfica Lissabon in der UEFA Champions League für ein Fußball-Feuerwerk gesorgt – Spektakel, Last-Minute-Drama, Play-off-Ticket. Und plötzlich steht wieder eine alte Frage im Raum: Wie lange bleibt „The Special One“ diesmal? 

Zur Erinnerung: Erst vor wenigen Monaten kehrte José Mourinho zu Benfica Lissabon zurück – nach seiner Zeit bei Fenerbahçe. Doch kaum sorgt er wieder für europäische Schlagzeilen, beginnen die Spekulationen. Denn große Siege machen Begehrlichkeiten wach – und plötzlich richtet sich der Blick wieder nach Madrid.

Rückkehr zu Real?

Denn wie die spanische „AS“ berichtet, könnte ausgerechnet Real Madrid erneut ein Thema werden. Zwischen 2010 und 2013 trainierte Mourinho bereits die Königlichen, gewann Titel und prägte eine Ära, die bis heute nachhallt. Eine Rückkehr wäre spektakulär – und in Madrid gilt ohnehin: Nichts ist unmöglich.

Der aktuelle Trainer Alvaro Arbeloa übernahm nach dem Aus von Xabi Alonso und besitzt zwar einen Vertrag bis 2027, doch die ersten Wochen verliefen nicht reibungslos. Drei Siege, zwei Niederlagen – darunter das überraschende Pokal-Aus gegen Zweitligist Albacete – haben erste Diskussionen ausgelöst. In einem Umfeld wie Madrid reicht das bereits, um Zweifel wachsen zu lassen.

Zusätzliche Brisanz erhält die Situation durch das anstehende Wiedersehen in der Champions League: In den Play-offs treffen Benfica und Real (18. & 25. Februar) erneut aufeinander. Mourinho kehrt also ins Estadio Santiago Bernabéu zurück – zunächst als Gegner. Dass sein Name dabei automatisch durch die spanischen Medien geistert, überrascht kaum.

Doch Madrid ist nur eine Möglichkeit

Auch die portugiesische Nationalmannschaft rückt wieder in den Fokus. Mourinho war noch nie Nationaltrainer, hat jedoch mehrfach durchblicken lassen, dass ihn genau  diese Rolle besonders reizt. Portugal gilt seit Jahren als potenzielles Ziel. Mehrere Angebote aus dem Ausland, darunter England und Syrien, soll er in der Vergangenheit ausgeschlagen haben. Zudem sagte er vor seine  Rückkehr zu Benfica, er habe immer geglaubt, eines Tages als Nationaltrainer nach Portugal zurückzukehren. Ein Gedanke, der nun neue Dynamik bekommt.

Im Moment allerdings genießt Mourinho den Applaus der europäischen Bühne. Der Triumph gegen Real hat seinen Namen wieder ganz oben auf die Agenda gesetzt. Benfica träumt weiter – und während die Fans feiern, dürften in Madrid und Lissabon längst die Gedankenspiele begonnen haben.

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