LASK mit breiter Brust gegen Novi Sad

Do., ab 19 Uhr

LASK mit breiter Brust gegen Novi Sad

Der LASK startet am Donnerstag um 19 Uhr die Mission Conference League.  

Beim serbischen Vertreter Vojvodina Novi Sad sind die Linzer im Hinspiel der 3. und vorletzten Qualirunde durchaus favorisiert, daran ließ auch Trainer Dominik Thalhammer keinen Zweifel. "Der Einzug ins Play-off ist unser erklärtes Ziel", betonte der 50-Jährige vor dem Abflug am Mittwoch nach Belgrad. Der LASK peilt die dritte Europacup-Gruppenphase in Folge an.

Die "Athletiker" nächtigen in Belgrad, fahren erst am Spieltag in die gut eineinhalb Autostunden entfernte Hauptstadt der autonomen Republik Vojvodina. "Wir haben schon Respekt. Novi Sad dockt immer wieder oben an, ist eine Spitzenmannschaft in Serbien", sagte Thalhammer über den Gegner, der u.a. 2020 den Cupsieg holte und die Vorsaison hinter den Belgrader Clubs Roter Stern, Partizan und Cukaricki auf Platz vier abschloss.

"Dürfen ihnen kaum Luft zum Atmen geben"

Von seiner eigenen Truppe will er vor ca. 6.000 Zuschauern nicht zuletzt viel Bewegung mit und ohne Ball sehen. "Sie werden eher defensiv und mannorientiert agieren und auf Umschaltsituationen lauern", prophezeite Thalhammer. "Meine Mannschaft hat in den letzten beiden Trainingseinheiten sehr viel Ballsicherheit und Spielfreude gezeigt. Wir dürfen ihnen kaum Luft zum Atmen geben. Ich bin überzeugt, dass wir, wenn wir das Tempo hochhalten können, über diese Hürde drüberkommen werden."

Neben den Langzeit-Ausfällen Andreas Gruber (Kreuzbandriss) und Tobias Lawal (nach Knie-OP) werden in Serbien auch Marko Raguz und Andres Andrade (beide Oberschenkel) fehlen. Neuverpflichtung Christoph Monschein flog nach seinem Muskelbündelriss mit, ein Einsatz dürfte den Stürmer aber noch zu früh kommen. James Holland ist nicht im Kader.

Novi-Sad-Trainer Slavoljub Djordjevic, der im Frühjahr 2009 13 Bundesliga-Spiele für Altach absolviert hat, warnte vor den Oberösterreichern. "Der LASK hat einen ernstzunehmenden Kader, spielt direkten Fußball, läuft viel, ist physisch stark und diszipliniert", meinte der 40-Jährige. "Ihre größte Waffe ist ihre Stärke als Team." Die Bilanz seiner Truppe fällt bisher durchaus brauchbar aus. Mit den beiden 1:0-Erfolgen gegen den litauischen Vertreter Panevezys zog man in die 3. ECL-Qualirunde ein, in der Liga war gegen die Großclubs Roter Stern (0:0) und Partizan (0:2) freilich nicht viel zu holen.

Das Rückspiel steigt am Donnerstag kommender Woche im Wörthersee-Stadion von Klagenfurt, wohin der LASK aufgrund des Umbaus der Gugl ausweichen muss. Kommt der LASK weiter, schlüpft er in der entscheidenden Play-off-Partie vielleicht neuerlich in die Favoritenrolle. Am 19. (heim) bzw. 26. August wartet der Verlierer der Begegnung zwischen dem türkischen Rekordmeister und aktuellen Vizemeister Galatasaray Istanbul und dem schottischen Cupsieger St. Johnstone.