Rapid gegen West Ham chancenlos

0:2-Pleite im "Geisterspiel"

Rapid gegen West Ham chancenlos

Rapid kommt auch mit dem neuen Trainergespann Hickersberger/Hofmann auf europäischer Bühne nicht in die Gänge. Im fanlosen Heimstadion gegen West Hams bessere B-Elf müssen sich die Hütteldorfer mit 0:2 geschlagen geben.

Nichts wurde es mit der Sensation: Rapid war gegen Englands Top-Team West Ham völlig chancenlos, verlor im wegen Corona leeren Weststadion mit 0:2. Immerhin: Die Chance auf Rang 3 und das damit verbundene Überwintern in der Conference League bleibt am Leben.

In seinem zweiten Spiel auf der Rapid-Trainerbank überraschte Coach Hofmann bei seiner Aufstellung: Die ÖFB-Teamspieler Ullmann, Grüll und Kara begannen auf der Bank, für sie rückten im Vergleich der junge Moormann, Arase und Jung-Vater Kitagawa , der erstmals in der heurigen Saison von Beginn an stürmen durfte. Die Gäste aus West Ham starteten ohne Kapitän Rice und Goalgetter Antonio, zeigten aber sofort, dass sie nicht zum Spaß nach Wien gereist waren. Der aktuelle Tabellen-4. Der Premier League übernahm von Anfang an die Kontrolle, Bouwen vergab den ersten Sitzer (6.).

Rapid erst in Minute 21 erstmals gefährlich vor dem Tor

Rapid war in der Anfangsphase mit dem Tempo der Londoner überfordert, das 0:1 schien nur eine Frage der Zeit zu sein. Ballbesitz in den ersten 18 Minuten: 13:87 Prozent. Erst nach 20 Minuten wurde Rapid etwas mutiger: Nach Konter über Kitagawa flankte Moormann auf Fountas, doch der zielte zu hoch. Sieben Minuten später probierte es auch Arase, sein Abschluss wurde aber zur sicheren Beute für West-Ham-Keeper Areola (27.).

Yarmolenko und Noble schocken Rapid mit Doppelschlag

Weil Rapid nicht mehr konnte, West Ham mindestens einen Gang zurückgeschalten hatte, lief vieles auf ein torloses 0:0 zur Pause hinaus. Doch dann schlugen die Gäste im wegen des Corona-Lockdowns leeren Weststadion eiskalt zu: Nach Flanke von Vlasic verlor Moormann seinen Gegenspieler Yarmolenko aus den Augen, der köpfte gegen die Laufrichtung von Keeper Gartler zum verdienten 0:1 ein (39.). Und es kam noch dicker für Rapid: In der Nachspielzeit foulte Hofmann den starken Yarmolenko – Elfmeter! Noble trat an, traf sicher zum 0:2 (45+2.).

Gartler bewahrt Rapid vor einer höheren Niederlage

Auch nach Seitenwechsel änderte sich nichts am Spielgeschehen, West Ham spielte mit Rapid phasenweise Katz und Maus – und hatte Top-Chancen auf das 3:0. Erst scheiterte Bouwen nach herrlichem Solo an Gartler (56.), dann hielt der Rapid-Keeper gegen Soucek, ehe Stojkovic beim Bouwen-Nachschuss auf der Linie rettete (je 61.). Gartler blieb auch in der Folge im Mittelunkt, hielt einen Perkins-Kopfball bärenstark (79.).

Chance auf Rang 3 bleibt trotz Niederlage am Leben

Rapid musste das Spiel über sich ergehen lassen, war nie in der Lage, die Londoner defensiv zu fordern. Schadensbegrenzung: Es blieb beim 0:2. Während West Ham den Gruppensieg fixierte, kassierte Grün-Weiß im fünften Gruppenspiel die vierte Niederlage und bleibt Letzter. Der Aufstieg ins Europa-League-Sechzehntelfinale ist damit nicht mehr möglich. Immerhin: Weil Genk im Parallelspiel gegen Zagreb nicht über ein 1:1 hinaus kam, lebt Rapids Hoffnung auf Rang 3 und den verbundenen Umstieg in die Conference League. Dafür ist zum Abschluss der Gruppe in Genk (9. Dezember) ein Sieg nötig – und eine deutliche Leistungssteigerung im Vergleich zur West-Ham-Partie.