Historisches Beben im afrikanischen Fußball! Der Verband CAF hat den Afrika-Cup-Titel 2025 nachträglich von Senegal auf Marokko übertragen. Grund für die drastische Entscheidung am Dienstagabend ist ein Regelverstoß der Senegalesen im skandalträchtigen Finale.
Eigentlich hatte Senegal das Finale der 35. Auflage des Afrika-Cups gegen Gastgeber Marokko sportlich mit 1:0 nach Verlängerung gewonnen. Doch der afrikanische Fußballverband (CAF) gab nun bekannt, dass die Partie aufgrund des Verhaltens der senegalesischen Mannschaft mit 3:0 für Marokko gewertet wird. Die CAF-Berufungskommission gab einem Protest des marokkanischen Verbandes (FRMF) statt, da Senegal gegen die Artikel 82 und 84 des Reglements verstoßen habe.
Drama um Panenka-Elfmeter
Das Finale war geprägt von massiven Protesten. In der 95. Minute der regulären Spielzeit hatte Marokko nach einem VAR-Check einen Elfmeter zugesprochen bekommen. Die Senegalesen protestierten so heftig, dass sie zeitweise das Spielfeld verließen und in die Kabine flüchteten. Erst nach einer langen Unterbrechung kehrten sie zurück. Brahim Diaz trat in der 90.+24 Minute zum "Panenka"-Elfmeter an, scheiterte aber an Edouard Mendy, wodurch es in die Verlängerung ging.
Entscheidung am grünen Tisch
In der Verlängerung traf Pape Gueye (94.) zum vermeintlichen 1:0-Siegtreffer für Senegal. Doch das vorübergehende Verlassen des Platzes und die massiven Behinderungen des Spielablaufs wurden den Westafrikanern nun zum Verhängnis. Die CAF wertete dieses Verhalten als illegalen Spielabbruch. Damit wandert der Pokal nun offiziell nach Marokko, die am grünen Tisch zum Sieger erklärt wurden.