U21-Team feiert Kantersieg in EM-Qualifikation

6:0 gegen Aserbaidschan

U21-Team feiert Kantersieg in EM-Qualifikation

Österreichs U21-Fußball-Team hat in der Qualifikation für die EM-Endrunde 2023 den anvisierten Pflichtsieg gegen Aserbaidschan eingefahren. 

Vier Tage nach der Niederlage in Norwegen feierte die ÖFB-Auswahl am Dienstag im Heimspiel in Ried ein 6:0 (3:0). Junior Adamu (3., 39.) und Emanuel Aiwu (19.) trafen vor 950 Zuschauern in der ersten Spielhälfte, Romano Schmid (85.) und Tobias Anselm (90., 93.) dann noch im Finish der Partie.

Österreich hält nach drei Partien bei sechs Zählern. In den nächsten Spielen geht es für die Elf von Trainer Werner Gregoritsch am 8. Oktober in Estland weiter, vier Tage später wartet erneut auswärts Finnland. Ein weiterer Gegner ist Kroatien. Die Kroaten schlugen am Dienstag Finnland auch dank eines Elfer-Tores von Salzburgs Luka Sucic mit 2:0. Norwegen ist nach einem 5:0 gegen Estland ebenfalls noch ohne Punkteverlust. Nur der Gruppensieger hat den Platz bei der EM sicher.

Blitztreffer von Adamu

Gregoritsch war zufrieden. Dass sein Team bis zuletzt auf Tore aus war, erfreute zusätzlich. "Ich muss der Mannschaft gratulieren, sie hat nie aufgesteckt", meinte der Teamchef im ORF-Interview. Die erhoffte Reaktion nach der jüngsten Niederlage sei eingetreten. "Wir haben darüber gesprochen, dass letzte Konsequenz und Wille gefehlt haben. Die Mannschaft hat heute alles umgesetzt, was wir uns vorgenommen haben", meinte Gregoritsch.

Der beim 1:3 in Norwegen als einziger Österreicher erfolgreiche Adamu sorgte im Innviertel für einen Start nach Maß. Nach Vorarbeit seiner Sturmpartner Romano Schmid und Luca Kronberger traf der Salzburg-Stürmer nach 135 Sekunden Spielzeit aus kurzer Distanz. Der 20-Jährige hätte seine Ausbeute wenige Minuten später erhöhen können, schoss aber zunächst noch am Tor vorbei.

Aserbaidschan versuchte sich im frühen Attackieren, Österreichs Defensive um Kapitän Flavius Daniliuc ließ aber kaum etwas zu. Neben Kronberger war auch Aiwu in die Startelf gerückt. Der Verteidiger war im Zuge seines Wechsels von der Admira zu Rapid mit rassistischen Kommentaren in den sozialen Medien konfrontiert worden, Teamchef Gregoritsch hatte dies in einer ÖFB-Aussendung zuletzt deutlich kritisiert.

Aiwu wehrt sich mit Torjubel

Aiwu reagiert auf die Anfeindungen nach dem 2:0. Nachdem der bei einem Eckball aufgerückt 20-Jährige einen Distanzschuss mit der Ferse sehenswert ins Tor verlängert hatte, hielt er sich beim Torjubel demonstrativ die Ohren zu. "Für mich persönlich war es auch ein Stück weit Genugtuung, dass mir nach der schwierigen Woche ein Tor gelungen ist", sagte Aiwu nach dem Spiel. Patrick Wimmer hatte dann das 3:0 am Fuß, das Adamu eine Minute später auch erzielte. Vorbereiter war Schmid, der in der Offensive eine starke Vorstellung bot.

Der Bremen-Legionär scheiterte in der zweiten Halbzeit noch am glänzend parierenden Torhüter der Gäste, der auch Nicolas Seiwald mit einer Fußabwehr einen Treffer verwehrte. Nach einem schnell vorgetragenen Gegenstoß über den eingewechselten Thierno Ballo und Jonas Auer traf Schmid dann doch noch. Der 21-Jährige jubelte in Vorfreude auf seine baldige Vaterschaft mit Daumen im Mund. Das Finish gehört schließlich "Joker" Anselm. Der WSG-Profi zog zunächst aus 18 Metern erfolgreich ab und war noch nach einem Eckball zur Stelle.