Platzsturm

LASK will Stadionverbote für 17 Fans

Nach dem Platzsturm seiner Fans in Wr. Neustadt reicht es dem LASK.

Der LASK hat am Montag in einer Sitzung einen Maßnahmenkatalog verabschiedet, um Ausschreitungen wie am vergangenen Samstag in Wr. Neustadt (0:5) künftig zu vermeiden. Unter anderem werden die Linzer bei der Bundesliga für 17 Personen, die an den Vorfällen beteiligt waren, ein Stadionverbot beantragen.

Doppelter Platzsturm
Beim Saisonauftakt der Fußball-Bundesliga waren LASK-Fans in der ersten Hälfte zunächst vor der LASK-Bank neben dem Spielfeld aufgetaucht, nach der Pause stürmten einige Anhänger der Linzer das Spielfeld. Schiedsrichter Alexander Harkam ließ nach wenigen Minuten aber weiterspielen.

"Nicht tolerierbar"
"Es ist nicht tolerierbar, dass Gruppen und/oder einzelne Personen Spiele des Clubs als Forum für Gewaltexzesse, Ausschreitungen, Platzstürme oder Ähnliches verwenden", hieß es in einer Aussendung des LASK am Montag. Daher werden ab sofort Tickets für Auswärtsspiele nur noch an identifizierte Personen verkauft, alkoholisierten Personen wird der Eintritt ins Stadion verweigert und zudem wird für alle Personen, die an Ausschreitungen beteiligt sind, ein österreichweites Stadionverbot beantragt.

Weitere Maßnahmen denkbar
Sollten die Maßnahmen nicht die gewünschten Ergebnisse bringen, will der Traditionsverein aus Oberösterreich weitere, härtere Maßnahmen ergreifen. Darunter fallen das Auflassen der Stehplatzsektoren, ein generelles Alkoholverbot im Fanbereich und ein personalisierter Ticketverkauf auch bei Heimspielen.

In der Bundesliga werden in den nächsten Tagen die Berichte vom Schiedsrichter und dem Spieldelegierten eingeholt und dann beim Strafsenat eine Anzeige eingebracht.