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Erste Liga

Magna will Direktaufstieg

Retortenverein FC Magna hat große Pläne: Schon in der ersten Saison soll der Aufstieg in die Bundesliga gelingen.

In den Reihen der "neuen" Wiener Austria ist Magna nur noch einer von mehreren Sponsoren. Dafür hat Milliardär Frank Stronach jetzt in Wr. Neustadt seine neue Fußball-Spielwiese gefunden. Mit den Millionen des Austro-Kanadiers wurde dort mit Hilfe der Lizenz des SC Schwanenstadt ein Verein aus dem Boden gestampft, der am Samstag mit dem Heimspiel gegen Bundesliga-Absteiger Wacker Innsbruck als erster Titelanwärter die ADEG Erste Liga in Angriff nimmt.

Favoritenrolle
Fans, Experten und Medien haben die Niederösterreicher, die aus Schwanenstadt acht Spieler übernommen und dazu nicht weniger als 17 Akteure geholt haben, in die Rolle des Favoriten gedrängt. Trainer Helmut Kraft, der aus Innsbruck verpflichtet wurde, steht hochwertiges, teils im Nationalteam erprobtes Personal zur Verfügung. "Wir sind auf gutem Weg, die Mannschaft besitzt hohe Qualität und will um den Aufstieg mitreden", sagte der Feldherr nach über dreiwöchiger Vorbereitung.

Stars sind gefordert
Den Tschechen Kolousek, den Kraft aus Tiroler mitgebracht hat, die Ex-Austrianer Kuljic, Sariyar und Co. tun gut daran, die zweithöchste Leistungsstufe nicht auf die leichte Schulter zu nehmen. Außerdem muss aus einem zusammengestellten Kader mit zwei großen Blöcken von Austria Wien und SC Schwanenstadt erst eine Mannschaft geformt werden. "Vorige Saison ist Trenkwalder Schwadorf auch als Favorit gehandelt worden und entging letztlich mit nur einem Punkt über dem Strich als Tabellenneunter dem Abstieg", erinnert Kraft an das Beispiel Richard Trenkwalder.

Jeder seiner Spieler müsse mit der Bürde des Favoriten richtig umgehen, sich von Runde zu Runde beweisen, seine Qualitäten zu 100 Prozent abrufen und ausspielen, fordert der 50-Jährige, der vom Sternzeichen Löwe ist und seine Schützlinge wie den "König der Tiere" kämpfen sehen möchte. Den FC Magna sieht Kraft nicht als alleinigen Favorit. "Der Titel ist unser aller Wunsch im Verein. Doch es werden sicher drei, vier Clubs oben mitspielen", sagte er und nannte in erster Linie Wacker Innsbruck, Trenkwalder Admira und FC Gratkorn.

Millionen-Investitionen
Los geht es für die Millionen-Mannschaft am Samstag (17.00 Uhr/live Premiere Austria) mit dem Heimspiel gegen Wacker Innsbruck im für mehr als eine Million Euro auf Erstliga-Niveau adaptierten und mit neuem Rasen versehenden Wr. Neustädter Stadion. "Das ist für mich natürlich ein ganz spezielles Spiel. Weil ich aus Innsbruck gekommen bin, ist das emotionell etwas ganz Besonderes, auch wenn vom Kader der vorigen Saison mit Schrott, Grünwald und Schreter nur noch drei Mann in der Startelf stehen dürften", sagte Kraft.

Gradmesser zum Auftakt
Sein früherer Arbeitgeber ist im Süden Niederösterreichs herzlich willkommen. "Wacker ist noch immer ein starker Gegner, in der ersten Runde ein guter Gradmesser für uns. Wir wollen zu Hause mit einem Sieg starten, eine gute Leistung zeigen und so dem Publikum Gusto für kommende Partien machen." Der zwölfte Mann, die Zuschauer, sind im Kampf um den Aufstieg ein ganz wichtiger Faktor für das Unternehmen Aufstieg. "Ich hoffe, dass Niederösterreich bald wieder einen Verein in der Bundesliga haben wird", verkündete Mäzen Stronach, der weiß, wie schwer das Ziel als Favorit zu erreichen ist.

25-Mann-Kader des FC Magna Wiener Neustadt
Razenböck (von SC Schwanenstadt übernommen), Siebenhandl, Fornezzi (SLO) - Grünwald, H. Aigner, Helly, Sariyar, Kuljic, Felix (alle Austria Wien), Johana (CZE/FC Most), Margreitter, Klapf (beide LASK), Stanislaw, Simkovic, Luzunaris (USA), Taner, Hartl, Micanovic, Reiter (alle von SC Schwanenstadt übernommen), Dunst (Austria Lustenau), Perchtold (GAK), Hauser, Krajic, Burgstaller (alle Austria Kärnten), Kolousek (CZE/Wacker Innsbruck)