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Rückkehrer

Manninger hat jetzt "anderen Respekt"

Team-Heimkehrer blüht in Italien wieder auf: "Gute Arbeit wird belohnt."

Er ist von Red Bull Salzburg an AC Siena verliehen worden, hat in Fußball-Italien seine "Bullen"-Vergangenheit abgeschüttelt und seine Form wieder gefunden. Er, das ist Alexander Manninger, der am Mittwoch im letzten Fußball-Länderspiel des Jahres gegen Trinidad/Tobago sein Team-Comeback gibt. Weil Jürgen Macho von seinem 1. FC Kaiserslautern dieser Tage benötigt wird, gab ÖFB-Teamchef Josef Hickersberger dem Salzburger eine Chance.

Manninger hatte zuletzt am 13. Oktober 2004 unter Hans Krankl in Nordirland (3:3) den Teamdress getragen, in diesem Frühjahr aber sein Leiberl in Salzburg endgültig verloren, und kehrte wieder nach Siena zurück. Dort fühlt er sich pudelwohl, leistet Woche für Woche seinen Betrag dazu, dass der Klub nach elf Runden der Serie A an vierter Tabellenstelle liegt. Die Nominierung kam für den Salzburger nicht so überraschend: "Gute Arbeit wird belohnt. Es freut mich, wieder ein Teil des ÖFB-Teams zu sein."

Manninger will Chance nutzen
Die Gunst der Stunde will er am Schopf packen. "Ich werde die Chance bestmöglich nützen" , kündigte der 29-Jährige, der dem Nationalteam nie hatte fernbleiben wollen, selbstbewusst an. Manninger ist in seiner Wahl-Heimat auch abseits des Rasens gereift: "Vielleicht auch deshalb, weil der Respekt in Fußball-Italien ein bisschen anders ist." Dass Siena zuletzt " drei schwächere Spiele" gezeigt hat, haut ihn nicht um. "Wir sind noch immer Vierter, weil wir guten Fußball spielen", begründet der Blondschopf.

Sariyar auf gutem Weg
Einen harten Weg zurück hat auch Yüksel Sariyar hinter sich. Anfang des Jahres in Dubai noch mit auf ÖFB-Trainingslager und am 1. März gegen Kanada auch fünf Minuten im Teameinsatz, machten dem einstigen Talent Verletzungen und Rückschläge, unter denen seine Trainingsarbeit gelitten hat, zu schaffen. Der Mittelfeldspieler ist wie Manninger gegen Trinidad & Tobago wieder erste Wahl. Zuletzt hatte der 27-Jährige am 9. Februar 2005 in Limassol beim 1:1 gegen Lettland von Beginn an den Teamdress getragen und auch das 1:0 erzielt.

"Gegenüber Dubai hat er sich in konditioneller Hinsicht gewaltig verbessert. Er ist jetzt viel stärker als damals, über seine fußballerischen Fähigkeiten braucht man ja gar nicht zu reden", sagte Hickersberger. Und Sariyar freut sich natürlich, wieder dabei zu sein. " Ich werde das Beste geben, damit die Mannschaft eine gute Leistung zeigt und wir uns mit einem Sieg in die Winterpause verabschieden", meinte der Heimkehrer, der seine konditionellen Probleme mit drei bis vier zusätzlichen Einheiten pro Woche in den Griff bekam.

Gegen Trinidad/Tobago wird Sariyar den defensiven Part des verletzten Thomas Prager (SC Herrenveen) im Mittelfeld übernehmen. Und das, obwohl er zuletzt im Verein in drei Partien an drei verschiedenen Positionen eingesetzt wurde. "Damit habe ich aber kein Problem", versicherte der Paschinger, der einst im Nachwuchs von Austria begonnen hatte, dann für die Amateure, zwei Jahre in der Türkei, den LASK, wieder in der Türkei gespielt hatte und letztlich in der Linzer Vorstadt gelandet ist.

Ivanschitz wieder fit
Andreas Invanschitz hat seine jüngsten Probleme ebenfalls abgeschüttelt. Die kürzlich erlittene Knöchelverletzung ist ausgeheilt, der Teamkapitän topfit. Am Montag wurden in Wien die Nähte entfernt. Auch er wünscht sich zum Jahresabschluss einen Sieg, warnt aber vor allzu großem Optimismus: "Nach zwei gewonnen Spielen darf nicht die große Euphorie ausbrechen, wir sind noch weit von der EM-Form entfernt." Ganz rechts im Mittelfeld ist zwar nicht seine Position, aber er glaubt, die Rolle "mit einem vorbereiteten Tor und guten Pässen gut ausgefüllt" zu haben. "Ich werde wieder versuchen, das Beste zu machen", versprach der Legionär von Panathinaikos Athen.