Vor WM-Star

Trump-Show bei Messi-Besuch – Weltmeister sagt kein Wort

Großer Fußball-Moment im Weißen Haus in Washington – doch gesprochen hat vor allem einer: Donald Trump. 

Der US-Präsident empfing am Donnerstag Lionel Messi und dessen Team von Inter Miami CF in Washington, D.C., nachdem der Klub den MLS Cup gewonnen hatte. Für Messi war es der erste Besuch im Weißen Haus – ein Termin, der eigentlich ganz im Zeichen des Fußballs stehen sollte. Doch schnell entwickelte sich die Veranstaltung zu einem typischen Trump-Auftritt: Viel Politik, viele Geschichten – und mittendrin der stille Weltmeister.

Pinkes Trikot für US-Präsidenten

Zum Auftakt überreichte Inter Miami dem Präsidenten ein besonderes Geschenk: Ein pinkes Klubtrikot mit der Nummer 47. Eine klare Anspielung darauf, dass Trump der 47. Präsident der Vereinigten Staaten ist.Trump nahm das Präsent sichtlich zufrieden entgegen – und nutzte die Bühne sofort für eine längere Rede.

Was als Fußball-Ehrung begann, entwickelte sich schnell zu einem Themen-Mix aus Politik, Sport und persönlichen Erinnerungen. Trump sprach über internationale Krisen im Nahen Osten, lobte die Stärke des US-Militärs – und wechselte kurz darauf plötzlich wieder zum Sport. So erzählte er etwa, dass er einst den brasilianischen Superstar Pelé live habe spielen sehen und dass sein 19-jähriger Sohn Barron großer Messi-Fan sei. 

Auch über Baseball wurde gesprochen: Als Trump den ehemaligen Yankees-Star Alex Rodriguez im Publikum entdeckte, begrüßte er ihn direkt – bevor er wenig später über sein eigenes Golfspiel und den wachsenden Fußball-Boom in den USA philosophierte.

Messi bleibt der stille Mittelpunkt

Und Messi? Der hielt sich ganz zurück. Der argentinische Weltmeister verfolgte die Szene ruhig, lächelte gelegentlich – sagte aber kein einziges Wort. Ein Kontrast, der kaum größer hätte sein können: Hier der redselige Präsident, dort der zurückhaltende Superstar. 

Gerade diese Gegensätze machten den Termin im Weißen Haus so bemerkenswert. Trump nutzte die Bühne für große Worte, während Messi schlicht das tat, was er am liebsten macht: im Mittelpunkt stehen, ohne viel zu sagen. Am Ende blieb ein ungewöhnliches Bild: ein Präsident, der über Politik, Baseball und Golf sprach – und ein Weltmeister, der schweigend daneben stand und trotzdem der größte Star im Raum war. Erst im Vorjahr war Messis Dauerrivale Cristiano Ronaldo bei Trump im Weißen Haus geladen.

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