Moniz will von seinen Bullen mehr

Pflichtübung erledigt

Moniz will von seinen Bullen mehr

RB Salzburg mit Gesamtscore von 4:0 gegen Senica weiter. Moniz will aber mehr.

Salzburgs Fußballer sind mit einem klaren 3:0-Sieg und dem Aufstieg ins Play-off der Europa League aus Senica abgezogen. Dank des frühen Leonardo-Treffers und einem Doppelpack von Goalgetter Alan durften sich die Gäste einen souveränen Erfolg gutschreiben, bei dem die "Bullen" aber erst in der zweiten Hälfte die spielerischen Erwartungen erfüllen konnten. "Wir müssen von der ersten Minute an so dominant sein, wie wir das Spiel beendet haben", forderte Trainer Ricardo Moniz.

Auswärts leichter
Im Allgemeinen zeigte sich der Niederländer freilich zufrieden. "Es war nicht einfach. Aber auswärts ist es immer leichter, da musst du das Spiel nicht machen", erklärte Moniz, und Mittelfeldmann Simon Cziommer stimmte dem zu. "Senica musste mehr Räume bieten, da sind wir brandgefährlich", meinte der Deutsche. "Bei uns zu Hause traut sich das keiner. Mattersburg spielt auch gegen Sturm, Rapid und die Austria offensiver. Gegen uns halt nicht, da ist es extra schwer", meinte er im Hinblick auf das Heim-0:0 am Sonntag gegen die Burgenländer. "Das war schade."

Formkurve zeigt bergauf
Cziommer sah sein Team weiterhin mit aufsteigender Formkurve. "Wir wissen, dass es bei uns gut läuft, dass wir gut drauf sind. Und wir haben das heute wieder bewiesen." Sportdirektor Heinz Hochhauser kam zu einem ähnlichen Befund: "Heute war das Spiel nach vorne besser, das stimmt mich zuversichtlich für die nächsten Partien."

Abwehrbollwerk
Beim saisonübergreifend siebenten Auswärtssieg in Folge kassierte man neuerlich kein Gegentor - zum sechsten Mal en suite. "Wir haben die Null verteidigt, das ist wichtig", meinte Moniz, der auf der linken Seite im Gegensatz zu den bisherigen Spielen auf die Kombination aus Andreas Ulmer und Dusan Svento setzte. Der Slowake, der nach dem Duell bei den lokalen Medien stark gefragt war, durfte erstmals in dieser Saison einen offensiven Part spielen. "Mit Svento hast du mehr Verteidigungsbalance, Jantscher ist offensiver orientiert", sagte Moniz, der den ÖFB-Teamspieler nach seiner Verletzungspause erst in der zweiten Hälfte brachte.

Brazilo-Zauber
"Die Ballzirkulation war in der zweiten Hälfte besser", stellte Moniz fest und durfte sich nicht zuletzt bei seinem brasilianischen Offensiv-Duo bedanken. "Alan und Leonardo sind der Klasseunterschied. Das bringt uns auf Zug. Danach haben wir auch im Kollektiv dominiert. So weit müssen wir kommen. Zu Hause gelingt uns das nicht, daher bleibe ich auf der Euphoriebremse", meinte der 47-Jährige.

Leonardo selbst, der die Gäste mit einem schönen Heber auf die Siegerstraße brachte, lässt freilich auf noch mehr hoffen. "Ich bin noch nicht topfit, sondern bei 60 Prozent. Ich habe in den Niederlanden schlecht trainiert und trainiere jetzt viel härter", erklärte der 28-Jährige, der im Alter von elf Jahren nach Europa gekommen war. Dass er gerade mit seinem Landsmann Alan harmoniert, ist kein Zufall: "Dadurch, dass wir die gleiche Sprache sprechen, läuft es noch besser", sagte Leonardo nach seinem zweiten Treffer für Salzburg.

Hochhauser will noch Verstärkungen holen
"Ein guter Fußballer findet immer schnell in die Mannschaft", sagte Hochhauser im Hinblick auf Leonardos gelungene Integration. Dennoch will er am Spielersektor noch tätig werden: "Im Mittelfeld und im Angriff gibt es noch Handlungsbedarf. Ein offensiver Mittelfeldspieler würde der Mannschaft gut tun. Im Sturm suchen wir einen, der uns bei Standards helfen kann, der einen Ball sichern kann. Ein anderer Typus eben als der, den wir haben."