Bei Koller-Demontage flogen die Fetzen

Dicke Luft

Bei Koller-Demontage flogen die Fetzen

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Sportchef Ruttensteiner musste sogar die Sitzung verlassen.

„Es war eine sehr intensive Präsidiumssitzung.“ Was ÖFB-Präsident Leo Windtner so schön umschrieb, war in Wahrheit ein stundenlanges Gemetzel um Macht und Einfluss beim ÖFB. Zwischen Windtner und seinem langjährigen Sportdirektor Willi Ruttensteiner auf den einen Seite und den Landespräsidenten sowie der Bundesliga-Vertreter auf der anderen.

Bevor feststand, dass der am Ende des Jahres auslaufenden Vertrag von Marcel Koller nicht verlängert wird, flogen die Fetzen, wurde heftig diskutiert. Höhepunkt: Als es bei Kollers Zukunft ans Eingemachte ging, musste Ruttensteiner den Sitzungsraum verlassen. Grund: Einige der Landesfürsten sehen in Rutten­steiner den Mitschuldigen am Absturz der ÖFB-Elf nach der EURO 2016.

Landespräsidenten wollen Trainingslager streichen

Im November ist ein Trainingslager für die Nationalmannschaft mit anschließendem Freundschaftsspiel am 14. November geplant. Als möglicher Gegner ist Uruguay im Gespräch. Ob Koller den Lehrgang leiten wird, steht ebenfalls in den Sternen. Windtner ließ zumindest anklingen, dass es eine Art „Zwischenlösung“ geben könnte. Ein Teil der Landespräsidenten hingegen will das Trainingscamp überhaupt absagen.

Beim ÖFB herrscht nach der Koller-Entscheidung ­dicke Luft. Fakt ist: Alleingänge von Windtner und Ruttensteiner wie 2011 bei der Koller-Bestellung wird es nicht mehr geben. Schon gar nicht bei der Suche nach dem neuen Teamchef!

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