Zwischen Teamchef Ralf Rangnick und Ex-ÖFB-Coach Franco Foda gibt es Parallelen.
Was haben Teamchef Ralf Rangnick und sein Vorgänger Franco Foda derzeit gemeinsam? Jeweils einen österreichischen Co-Trainer. Bei Rangnick ist es Stefan Oesen, bei Foda, für den mit dem Kosovo am Dienstag gegen Slowenien in Pristina die WM-Qualifikation beginnt, ist es der Salzburger Ex-Teamspieler Robert Ibertsberger. Dazu holte Foda mit Altachs Co-Trainer Athde Nuhiu noch einen Österreich-Bezug in den Staff. Nuhiu ist gebürtiger Kosovare, bestritt auch 19 Länderspiele.
Zu Fodas Kader gehört auch ein Mittelfeldspieler von Altach: Vesel Demaku, der in seiner Austria-Zeit 15 mal in Österreichs U21 spielte, im März erstmals für den Kosovo, als gegen Island erstmals der Aufstieg in die Nations League B gelang. Von Rangnick wird die erste WM-Qualifikation seit 1998 gefordert. Von Foda in einem Land, in dem Emotionen eine große Rolle spielen, trotz schwerer Gruppe mit der Schweiz, Schweden und Slowenien, die im September beginnt, die Kosovo-Premiere bei einer Endrunde.
"Physio-Effekt" blieb bislang aus
Rangnick hat mit 28 Leuten den größeren Staff als Foda. Von den 28 sind sieben Österreicher. Bei der Europameisterschaft vor einem Jahr waren es noch drei mehr. Dann wurden die Physiotherapeuten Michael Vetorazzi, Christoph Ogris und Stefan Podar durch fünf Deutsche ersetzt, von denen Peter Geigler, Leiter der Abteilung Physiotherapie bei Hoffenheim, schon bei der Europameisterschaft dabei war. Als Reha-Trainer von David Alaba. Den "Physio-Effekt" gab es bisher nicht: Mit dem Österreicher-Trio kam das Team bis ins Achtelfinale der Europameisterschaft. Mit den Nachfolgern gelang nicht der Aufstieg in der Nations League.
Foda: "Österreich hat mehr Qualität"
Foda hat mit dem Kosovo in der Nations League zweimal gegen Rumänien gespielt, verlor in Pristina 0:3, in Bukarest stand es 0:0, als es im Finish zum Abbruch kam, weil Kosovos Spieler präsentiert wurden. Foda: "Das 0:3 täuscht, wir waren fast ebenbürtig, in Bukarest hätten wir gewinnen müssen!" Foda beschreibt die Rumänen als technisch versierte Mannschaft, die bei Ballgewinn rasch über den 32 jährigen Taktgeber Nicolae Stanciu, der ebenso wie der 37-jährige Tormann Florin Nitra Legionär in Saudi-Arabien ist, nach vorne kommt - meist über die Flügelzange mit den Legionären Razvan Marin (Cagliari) und Denis Mann (Parma). Den Ausfall des verletzten Abwehrchefs Radu Dragusin von Tottenham werde Rumänien aber schwächen: "Österreich hat mehr Qualität!", versichert Foda.