Neuer Teamchef

ÖFB: Brisante Details zur Wahl von Foda

Der Deutsche wird Koller-Nachfolger. Jetzt gibt es aber erste Unruhe.

Am Montag, um 18.30 Uhr, sorgte ÖFB-Präsident Leo Windtner für Klarheit: Wie sich bereits im Vorfeld abzeichnete, setzte sich Favorit Franco Foda gegen Andreas Herzog sowie Austrias Thorsten Fink durch. Schon 2011 war er Wunschkandidat der meisten Landespräsidenten gewesen. Im zweiten Anlauf hat es nun für Foda geklappt.

Der 51-jährige Deutsche wird am Dienstag, ab 12.30 Uhr im oe24-LIVE-STREAM, im Rahmen einer Pressekonferenz präsentiert. Sein Vertrag läuft bis Ende der EM-Quali 2019. Sollte die Turnier-Teilnahme geschafft werden, verlängert sich dieser bis 2020.

Foda fiebert der neuen Herausforderung entgegen. "Für mich ist es eine große Ehre, als Teamchef für Österreich zu arbeiten. Ich freue mich auf Aufgabe und Spieler. Ich bin der Überzeugung, dass wir gemeinsam erfolgreich sein werden", meinte er in einer Stellungnahme.

Mehr Schein als Sein?

Der Trainer wurde vom 13-köpfigen ÖFB-Präsidium einstimmig zum Nachfolger von Marcel Koller gewählt, berichtete Präsident Leo Windtner. Ganz so klar dürfte es aber nicht gewesen sein. Laut dem Journalisten Peter Linden war jene Einigkeit mehr Schein als Sein.

Die Landespräsidenten Herbert Hübel (Salzburg), Robert Sedlacek (Wien), Gerhard Milletich (Burgenland) sowie Josef Geisler (Tirol) hätten nämlich eine Inthronisierung Herzogs bevorzugt, stimmten in einer finalen Runde letztlich nur für Foda, um die viel beschworene neue Geschlossenheit zu demonstrieren.

In den vergangenen Wochen ging es beim ÖFB drunter und drüber. Die Spieler übten Kritik, manch Funktionär schoss scharf zurück. All das soll nun der Vergangenheit angehören.