So zerstritten ist das Team wirklich

Spieler und Teamchef im Zwist

So zerstritten ist das Team wirklich

Das Verhältnis zwischen Spielern und Foda ist zerrüttet - trotz ÖFB-Dementi.

Schon im März nach dem Debakel gegen Dänemark suchten die Spieler das Gespräch mit der ÖFB-Führung, berichteten von Zerwürfnissen mit Teamchef Franco Foda. Grund: Das System, die Art des Fußballspielens, passe nicht zu den Spielern, dazu gebe es in der Kommunikation mit den Spielern deutlich Verbesserungspotenzial. Die ÖFB-Führung, Präsident Leo Windtner und Sportboss Peter Schöttel, nahm sich der Sache an, verdonnerte Foda laut "profil" zu einem Team-Building-Seminar zum Thema Führungsqualitäten.

Während der EM rissen sich alle zusammen

Auch während der EM gab es Differenzen, wie Spieler mit vorgehaltener Hand gegenüber den Medien bestätigten - trotz Dementi vom ÖFB. Während der Endrunde rissen sich aber beide Lager zusammen, um sich nicht zu blamieren - die Lösung für eine erfolgreiche ÖFB-Zukunft ist das aber keine, das bewies die Performance in den vergangenen Quali-Spielen.

Spieler kritisieren die Foda-Taktik öffentlich

Die Stimmung im Team ist angespannt, zuletzt antwortete Martin Hinteregger nach dem glanzlosen 2:0 in Moldawien: "Welcher Plan"? Auch nach dem Schotten-Spiel ließen die Spieler öffentlich anklingen, dass man mit der vorgegebenen Taktik nicht zufrieden war. "Wir waren einfach verloren, hatten keine Lösung, dann geht auch nichts", meinte Marko Arnautovic. Hinteregger sagte: "Wir habe denen einfach in die Karten gespielt. Nur mit Flanken gegen diese drei Büffel da hinten, das war nicht richtig." Weiter: "Wir hätten in der zweiten Halbzeit vielleicht andere Ansätze finden müssen.

Windtner: »Es gibt kein zerrüttetes Verhältnis«

Vonseiten des ÖFB wird nach außen hin ein Bild der Harmonie erzeugt. Präsident Windtner: "Ich kann in keiner Weise bestätigen, dass ein zerrüttetes Verhältnis vorliegt." Die Realität sieht anders aus, das Ende der Ära Foda ist eine Frage der Zeit ...