Rapid schlägt Mattersburg 1:0

14. Runde

Rapid schlägt Mattersburg 1:0

Rapid schlägt am Samstag in der 14. Runde der Fußball-Bundesliga den "kleinen Bruder" Mattersburg mit Mühe 1:0.

Die Spitze in der Fußball-Bundesliga rückt näher zusammen. Die vor den Spielen der aktuellen 14. Runde an der Spitze gelegene Wiener Austria erlitt am Samstag in Ried eine empfindliche 1:3-Niederlage und liegt damit zwei Punkte hinter Leader Salzburg. Die Salzburger hatten am Freitag Kapfenberg daheim 7:3 besiegt. Sturm Graz mit einem beeindruckenden 6:0-Kanterheimsieg gegen Altach und Meister Rapid mit einem 1:0 daheim gegen Mattersburg liegen je vier Zähler zurück.

Rapid hat noch ein Nachtragsspiel gegen SK Austria Kärnten ausständig und liegt so nach Verlustpunkten nur noch einen Punkt zurück. Die Kärntner schließen die 14. Runde am Sonntag ab 15.30 Uhr mit ihrem Heimspiel gegen den LASK ab.

Harter Kampf in St. Hanappi
Österreichs Fußball-Meister SK Rapid ist nach einer dreiwöchigen Liga-Pause im Heimspiel gegen den krisengeschüttelten SV Mattersburg zu einem verdienten, jedoch auch harterkämpften 1:0-(0:0)-Sieg gekommen. Das Goldtor für die Grün-Weißen, die zuvor in den jüngsten vier Meisterschaftpartien nur vier Zähler geholt hatten, im ersten von sieben Pflichtspielen innerhalb von 22 Tagen erzielte Stefan Maierhofer per Kopf (59.).

Extrem defensive Gäste
Die Burgenländer, bei denen Torhüter Bliem den wegen eines grippalen Infekts fehlenden Stammgoalie Borenitsch ersetzte und damit zu seinem Bundesliga-Debüt kam, versuchten es mit einer extrem defensiven Taktik im "St. Hanappi". Mit Erfolg, denn in Hälfte eins taten sich die ideenlosen Hütteldorfer gegen die "Zerstörer" aus Mattersburg überaus schwer und fanden kein Rezept gegen die spielerisch limitierte Lederer-Elf, die auch mit vielen Fouls agierte, um den Rhythmus der Hausherren zu stören.

Die einzig nennenswerte Großchance vor der Pause resultierte aus einem Katzer-Kopfball nach einer Hofmann-Vorlage, doch Bliem verhinderte mit Hilfe der Stange die Rapid-Führung, den Nachschuss jagte Maierhofer in die Wolken (42.). Bei einem Hofmann-Freistoß war Bliem erneut auf dem Posten (44.).

In Hälfte zwei sahen die 17.500 Zuschauer im ausverkauften Hanappi-Stadion, darunter auch die ÖFB-Teamchef Karel Brückner, dessen Co-Trainer Andreas Herzog und Jan Kocian sowie Team-Tormann-Trainer Klaus Lindenberger, zunächst die beste Möglichkeit der Burgenländer. Atan setzte sich auf der rechten Seite durch und bediente den am Fünfer lauernden Mörz, der jedoch Hedl anschoss (48.).

Rapid machte es in Minute 59 besser: Die erste Ballberührung des erst knapp 120 Sekunden zuvor eingewechselten 18-jährigen Christopher Drazan war eine Idealflanke auf den Kopf von Maierhofer, der in dieser Situation auch Glück hatte, weil der Ball zunächst an die Latte, anschließend auf die Rückseite von Schlussmann Bliem und dann hinter die Linie ging.

Die größte Ausgleichschance der Mattersburger vergab der eingewechselte Salamon nach einer Mörz-Flanke (74./daneben). Auf der Gegenseite sorgte erneut Drazan mit einem Strafraum-Pass für Gefahr, aber Hoffers anschließenden Schuss entschärfte Bliem mit einer Faustabwehr (79.).

Durch den 1:0-Erfolg setzten die Rapidler ihre imposante Heimserie fort: Seit dem 1:3 gegen Salzburg am 1. Dezember 2007 haben sie in 14 Liga-Heimspielen bei zwei Remis und einem Torverhältnis von 32:8 zwölf Mal gewonnen. Und gegen Mattersburg haben sie nur ein einziges Mal in Wien-Hütteldorf - 1:2 am 20. August 2005 - verloren.

SK Rapid Wien - SV Mattersburg Endstand 1:0 (0:0). Hanappi-Stadion, 17.500 Zuschauer (ausverkauft), SR Konrad Plautz.
Tor: 1:0 (59.) Maierhofer
Gelbe Karten: Boskovic, Hofmann bzw. Naumoski, Mörz, Pöllhuber

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Der SK Sturm Graz hat einen ungefährdeten 6:0-Heimerfolg gegen das Tabellen-Schlusslicht SCR Altach gefeiert. Die Steirer, die sich in der vergangenen Woche in Mattersburg nach einer 5:0-Pausenführung noch zu einem 6:5-Sieg gezittert hatten, spielten diesmal den klaren 4:0-Halbzeitvorsprung in den zweiten 45 Minuten sicher nach Hause. Altach hat in der laufenden Bundesligasaison bereits 40 Treffer kassiert.

Sturm hatte das Spiel von Beginn an unter Kontrolle. Zwar vergab Altachs Solospitze Ailton in der 11. Minute nach Zuspiel von Dursun Karatay die Chance auf die Führung, doch waren die Vorarlberger durchwegs in allen Belangen unterlegen. Sturm machte bereits in der ersten Hälfte alles klar: Peter Hlinka (22.) und Andreas Hölzl (32.) brachten die Gastgeber in Front, Mario Kienzl (39.) und Mario Haas (44.) sorgten noch vor der Pause für eine komfortable 4:0-Führung.

In dieser Tonart ging es auch nach dem Pausenpfiff weiter. Die Altacher, ohne ihren erkrankten brasilianischen Spielmacher Ze Elias angetreten, waren dem Angriffswirbel der Grazer hilflos ausgeliefert. Ein mäßig gefährlicher Schuss von Ailton in der 49. Minute blieb die einzig nennenswerte Offensivaktion der Vorarlberger.

In der 51. Minute sprintete Haas der Altach-Abwehr davon und legte den Ball überlegt an Tormann Mario Krassnitzer vorbei zu seinem achten Saisontreffer ins Netz. Auch Hölzl trug sich zweimal in die Torschützenliste ein, er war mit einem schönen Schuss aus 16 Metern erfolgreich (59.).

Danach schaltete Sturm deutlich zurück. Haas und Hölzl wurden von Trainer Franco Foda vom Feld genommen, in den letzten sechs Minuten kam Trainer-Sohn Sandro Foda zu einem Kurzeinsatz. Die Steirer ließen Ball und Gegner laufen, in der 82. Minute vergab Daniel Beichler die Chance auf das siebente Tor.

SK Sturm Graz - SCR Altach Endstand 6:0 (4:0). Graz, UPC-Arena, 12.694, SR Drachta.
Torfolge: 1:0 Hlinka (22.), 2:0 Hölzl (32), 3:0 Kienzl (39.), 4:0 Haas (44.), 5:0 Haas (51.), 6:0 Hölzl (59.)
Gelbe Karten: keine bzw. Konrad, Sereinig, Mimm

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Die SV Ried hat die Negativserie gegen Austria Wien beendet. Die Oberösterreicher besiegten den bisherigen Tabellenführer hochverdient mit 3:1 (1:0) und feierten damit den ersten Sieg gegen die Wiener seit 17. Mai 2007. Nacho (21.) und Burgstaller (55.) jeweils per Kopf sowie Salihi (84.) sorgten für eine 3:0-Führung der Innviertler, Bazina gelang aus einem Freistoß nur noch Ergebniskosmetik (86.). Die auf ganzer Linie enttäuschende Austria, die zuletzt 16 von 18 möglichen Punkten holte, vergab die Chance, Red Bull Salzburg nach einem Tag wieder an der Spitze abzulösen.

In der Vorwoche feierte die Austria einen klaren 5:0-Erfolg gegen den LASK, gegen den nächsten Oberösterreicher-Club allerdings war von der damaligen Stärke nichts mehr zu sehen. Langsam im Spielaufbau, fanden die Austrianer keine Mittel gegen die gute Rieder Defensivarbeit. Ein einziges Mal wurden die Violetten in der ersten Hälfte gefährlich, als Okotie mit seinem Schuss an Torhüter Gebauer scheiterte (36.).

Da lagen die Heimischen, die mehrmals gefährlich im Strafraum auftauchten, längst hoch verdient in Führung. Nach einer Berger-Flanke setzte sich Nacho im Kopfballduell mit Suttner durch und traf zum 1:0 (21.).

Nach der Pause hatte die Austria durch Bazina die erste Chance (47.), ehe Ried zum zweiten Mal zuschlug. Diesmal setzte sich nach einer Freistoß-Flanke Burgstaller gegen Madl durch und bezwang Torhüter Safar zum 2:0 (55.). Nacho mit einer Doppelchance (62.) und Lexa (66.) hatten Chancen, gleich nachzusetzen, die endgültige Entscheidung gelang aber erst dem eingewechselten Salihi in der 84. Minute.

Postwendend gelang Bazina aus einem Freistoß aus 20 m das 1:3, der Rieder Sieg war aber ungefährdet. Die Mannschaft von Paul Gludovatz setzte damit die stolze Heimserie fort, ist weiter seit 25. April (0:1 gegen Rapid) oder sieben Spielen zu Hause ohne Niederlage (5 Siege, 2 Remis).

SV Josko Ried - FK Austria Wien Endstand 3:1 (1:0). Ried, Fill Metallbau-Stadion, 4.500, SR Rene Eisner.'
Tor: 1:0 (21.) Nacho, 2:0 (55.) Burgstaller, 3:0 (84.) Salihi, 3:1 (86.) Bazina (Freistoß)
Gelbe Karten: Gebauer, Mader, Brenner bzw. Blanchard, Sulimani