Rapid war dem Sieg näher

Krankls Kommentar

Rapid war dem Sieg näher

Hans Krankl über das 306. Wiener Derby zwischen Rapid und Austria.

Die erste Halbzeit in diesem Derby war ganz schwach. Viele Fehlpässe auf beiden Seiten. Rapid ist nach dem Ausschluss nicht einmal in die Nähe des gegnerischen Tors gekommen. Die Gelb-Rote Karte war gerechtfertigt. Dumm!

Die Austria hat 
mich enttäuscht
Nach der Pause ist es dann zumindest ein bisschen besser geworden. Wobei Rapid dem Sieg trotz Unterzahl näher war. Denn: Die beste Chance in der ganzen Partie war der Stangenkopfball von Trimmel. Die Austria hat mich enttäuscht. Mit einem Mann mehr haben sie sich nicht eine einzige klare Torchance herausgespielt. Das Rapid-Tor war nur bei Weitschüssen in Gefahr. So kann man ein Derby nicht gewinnen! Da muss mehr kommen.

Der moralische 
Sieger heißt Rapid
Der moralische Sieger heißt für mich deshalb ganz klar Rapid. Sie waren lange Zeit einen Mann weniger, ein ganz klares Handicap. Aber: Sie haben alles probiert, sich voll reingehaut. Und wie gesagt – Rapid war dem Sieg sogar näher.

Der Punkt also verdient. Einerseits wegen des vorbildlichen Einsatzes – man darf nicht vergessen, dass Kapitän Steffen Hofmann kurzfristig ausgefallen ist. Andererseits, weil die Austria die Überzahl nicht ausnutzen konnte.