Bullen national nicht zu stoppen

Bundesliga

Bullen national nicht zu stoppen

Soriano-Doppelpack bei Aufsteiger WAC. Mattersburg dreht Partie gegen Sturm.

International hat sich Red Bull Salzburg blamiert, national ist Österreichs Fußball-Meister aber weiter auf der Erfolgswelle. Die Salzburger besiegten am Samstag in der 3. Bundesliga-Runde Aufsteiger WAC dank eines Soriano-Doppelpacks mit 2:0 (1:0). Der spanische Torjäger stellte zunächst mit seinem Kopfballtreffer den Spielverlauf auf den Kopf (30.) und fixierte mit seinem fünften Saisontreffer den Endstand (85.). Salzburg feierte den neunten Liga-Sieg in Serie und übernahm zumindest bis zum Wiener Derby am Sonntag auch die Tabellenführung.

Starker Beginn des WAC
Im Duell der beiden Meister zeigte sich in der ersten halben Stunde ein unerwartetes Bild. Der Aufsteiger aus Wolfsberg dominierte vor rund 7.000 Zuschauern in der Lavanttal-Arena das Spiel. Der WAC agierte offensiv, zeigte schöne Kombinationen und erspielte sich auch einige schöne Chancen. Doch Rivera, einer von vier Spaniern in der Startelf von Trainer Nenad Bjelica, scheiterte zweimal an Salzburg-Torhüter Alexander Walke (18., 24.), Dario Baldauf traf aus kurzer Distanz den Ball nicht richtig (24.).

Soriano sorgt für Umschwung
Von Salzburg war bis dahin überhaupt nichts zu sehen. In der Verteidigung hatte der Meister mit den beiden Offensivspielern der Kärntner große Probleme, nach vorne gelang keine einzige Aktion. Erst in der 27. Minute musste WAC-Goalie Christian Dobnik bei einem harmlosen Jantscher-Weitschuss erstmals zugreifen. Doch wenig später schlugen die Gäste zu. Bezeichnenderweise aus einer Standardsituation. Nach einem Jantscher-Freistoß löste sich Soriano und traf per Kopf zum 1:0 für Salzburg.

Der WAC war nur kurz geschockt, spielte nach der Pause wieder couragiert nach vorne. In der 53. Minute hatte Salzburg Glück. Ein Hinteregger-Foul passierte knapp außerhalb des Strafraums, Schiedsrichter Schüttengruber verzichtete auf eine Gelbe Karte, die zu geben gewesen wäre und für Hinteregger Gelb-Rot bedeutet hätte. Salzburg bekam danach aber das Spiel immer mehr in den Griff, Soriano sorgte schließlich für die Entscheidung. Seinen Kopfball konnte Dobnik noch parieren, den Nachschuss verwertete aber der Spanier, der nach drei Spielen schon bei fünf Toren hält.

Die Roten Bullen sind damit in der Liga weiter seit 3. März oder mittlerweile 17 Spielen unbesiegt, auswärts datiert die letzte Niederlage vom 20. November.

Wolfsberger AC - Red Bull Salzburg 0:2 (0:1)
Wolfsberg, Lavanttal-Arena, 7.000, SR Schüttengruber
Tore: Soriano (30., 85.)

WAC: Dobnik - Sollbauer, Jovanovic (63. Falk), Solano, Baldauf - Kerhe, Polverino, Liendl (77. Topcagic), De Paula (77. Zakany) - Jacobo, Rivera

Salzburg: Walke - Schwegler, Schiemer, Sekagya, Ulmer - Hinteregger (55. Ilsanker) - Teigl (46. Zarate), Leitgeb, Hierländer, Jantscher (80. Nielsen) - Soriano

Gelbe Karten: Polverino, Jovanovic, De Paula bzw. Hinteregger

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Der SV Mattersburg hat am Samstag die Misserfolgsserie gegen Sturm Graz beendet. Die Burgenländer setzten sich in der dritten Fußball-Bundesliga-Runde vor eigenem Publikum mit 3:1 (0:1) durch und feierten damit nach zuletzt 21 erfolglosen Versuchen erstmals wieder einen Sieg über die Steirer. Sukuta-Pasu hatte die Gäste in der 23. Minute in Führung gebracht, dem SVM gelang dank der Treffer von Naumoski (48., 87.) und Lovin (89.) die Wende.

Sturm mit besserem Start
In der ersten Hälfte hatte noch vieles auf einen Sieg von Sturm hingedeutet. Die Grazer erwischten den besseren Start und wurden erstmals in der 15. Minute richtig gefährlich: Zunächst parierte Borenitsch einen Freistoß von Madl, wenige Sekunden später fischte der Mattersburg-Schlussmann einen Distanzschuss von Weber aus der Ecke.

Premieren-Treffer für Sukuta-Pasu
Beim Führungstreffer von Sturm in der 23. Minute war Borenitsch allerdings machtlos - ganz im Gegensatz zur SVM-Defensive: Sukuta-Pasu setzte sich an der Mittellinie mühelos gegen Malic durch, marschierte danach relativ unbedrängt in Richtung Mattersburger Strafraum und erzielte mit einem wuchtigen Schuss das 1:0 für die Gäste.

In der Folge kontrollierte der Meister von 2011 die Partie und wurde dabei zwar selbst nicht gefährlich, ließ aber auch die Mattersburger nicht zur Geltung kommen. Dies änderte sich bald nach dem Seitenwechsel. Nach einer weiten Flanke von Höller vermochte Sturm-Keeper Gratzei einen Kopfball von Bürger nur kurz abzuwehren, Naumoski stand goldrichtig und staubte zum 1:1 ab (48.).

Naumoski als SVM-Matchwinner
Nach dem Ausgleich blieben die Höhepunkte rar gesät. Alles schien angerichtet für ein Unentschieden, doch dann folgte der zweite große Auftritt von Naumoski. Nach Vorlage von Bürger ließ der Mazedonier in der 87. Minute mit dem rechten Fuß zwei Sturm-Verteidiger stehen und schoss danach mit links überlegt ein. Unmittelbar danach gab es den verdienten Abschiedsapplaus für den Doppel-Torschützen, sein Ersatzmann Lovin besorgte in der 89. Minute aus einem Konter das 3:1 und stellte damit endgültig den 100. Mattersburg-Sieg in der höchsten Spielklasse sicher.

SV Mattersburg - SK Sturm Graz 3:1 (0:1)
Mattersburg, Pappelstadion, 5.500, SR Lechner
Tore: Naumoski (48., 87.), Lovin (89.); bzw. Sukuta-Pasu (23.)

Mattersburg: Borenitsch - Farkas, Malic, Rodler, Mravac - Höller (50. Röcher), Seidl, Prietl, Mörz (66. Potzmann) - Naumoski (88. Lovin), Bürger

Sturm: Gratzei - Kaufmann (73. Ehrenreich), Madl, Vujadinovic, Klem - M. Weber, Koch (69. Schloffer), Bodul, Kröpfl - Okotie, Sukuta-Pasu

Gelbe Karten: Seidl, Prietl, Röcher bzw. Madl, Bodul, Vujadinovic