Skandal bei Kahn-Abschied

Revanchefoul

Skandal bei Kahn-Abschied

Böses Revanchefoul von Bayern-Brasilo Breno überschattet Kahn-Abgang vor 120.000 Zuschauern.

Bei tropischer Hitze und vor mehr als 120.000 Zuschauern haben Oliver Kahn und Ottmar Hitzfeld ihren Abschied vom FC Bayern München gefeiert. Mit dem 3:0 (2:0)-Sieg gegen den indischen Club Mohun Bagan AC am Dienstag in Kalkutta beendeten der 38-jährige Torhüter und Erfolgstrainer Hitzfeld offiziell ihre Karriere beim deutschen Fußball-Rekordmeister. Kahn wird in Zukunft als Fußball-Experte beim ZDF arbeiten, Hitzfeld betreut ab der kommenden Saison die Schweizer Nationalmannschaft.

Breno rastet aus
Der ungefährdete 3:0-Sieg wurde jedoch von einem unnötigen Ausraster von Bayern-Spieler Breno überschattet. Nach einer rüden Attacke des Inders Cardozo trat der Brasilianer seinem Gegner brutal gegen das Schienbein - der Schiedsrichter schloss beide Spieler aus.

Kahn mit Gänsehaut
Der rauschende Empfang im Saltlake Stadium in Kalkutta hatte auch Kahn nach fast 21 Jahren Profikarriere und 14 Jahren FC Bayern nicht kalt gelassen. "Es ist etwas Außergewöhnliches, wenn man vor so einer Kulisse sein letztes Spiel machen darf", meinte der Bayern-Kapitän, der wie seine Kollegen noch nie vor so einer Kulisse gespielt hat. Von tosendem Beifall der indischen Zuschauer begleitet, ging Kahn in der 55. Spielminute aus dem Tor und machte seinem Nachfolger Michael Rensing Platz.

Trophäe
Vor seinem letzten internationalen Einsatz hatte Kahn von den Gastgebern eine Trophäe aus Gold mit 8640 Diamanten überreicht bekommen, in der Halbzeitpause wurde er mit Pokalen und anderen Auszeichnungen überhäuft. "Vielen Dank. Das ist ein großer Moment in meiner Karriere", sagte Kahn, der sich im August mit der Partie gegen die deutsche Nationalmannschaft in der Allianz Arena von den Münchner Fans verabschieden wird.

Beim Sieg gegen den Tabellenvierten der indischen I-League erzielten Jan Schlaudraff (2), der in der kommenden Saison für Hannover 96 spielen wird, und Zé Roberto die Tore für die ohne zahlreiche Stammspieler angetretenen Bayern. In der hektischen Schlussphase der Partie sah Bayerns Brasilianer Breno nach einem groben Foul die Rote Karte.