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Tabellenführer Kapfenberg nur 1:1 in Leoben

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In der 22. Runde der Fußball-Red-Zac-Liga kam Tabellenführer Kapfenberg in Leoben über ein 1:1 nicht hinaus.

Die fünf Freitagsspiele der Red Zac Erste Liga brachten mit 19 Toren ein regelrechtes Torfestival. Tabellenführer Kapfenberg erreichte in Leoben nur ein 1:1. Schwanenstadt deklassierte Parndorf 4:1. Schwadorf schaffte ebenfalls ein 4:1 gegen den FC Lustenau. Bad Ausseee und die Austria Amateure trennten sich 2:2 und Gratkorn unterlag dem FC Kärnten 1:2. Am Samstag folgt das Spiel SC Austria Lustenau gegen Red Bull Juniors Salzburg.

DSV Leoben - Kapfenberg 1:1
Der SV Stadtwerke Kapfenberg hat im Derby beim DSV Leoben durch einen späten Gegentreffer einen weiteren großen Schritt in Richtung Fußball-Bundesliga verpasst. Die Kapfenberger mussten sich in einem ausgeglichenen Spiel in Donawitz mit einem 1:1 begnügen, sind aber weiterhin seit zwölf Spielen ungeschlagen. In der Tabelle der Red Zac Erste Liga führt Kapfenberg acht Punkte vor den Austria Amateuren.

Der Tabellenführer hatte nach einem Tor von Michael Liendl (36.) lange wie der sichere Sieger ausgesehen, ehe Deni Alar in der 94. Minute zuschlug. Der 18-jährige Kroate überraschte Kapfenberg-Torhüter Kamil Susko mit einem Freistoß aus 35 Metern, der von der Latte ins Tor sprang. Liendl hatte zuvor nach Kopfball von Bernd Bernsteiner per Halbvolley von der Strafraumgrenze getroffen. Es war das 14. Saisontor des Mittelfeldspielers, der damit auch in der Schützenliste weiter führt.

Kapfenberg-Stürmer Bernsteiner war bereits in der 44. Minute ausgeschlossen worden, weil er wegen Handspiels bei einem Abschlag seine zweite Gelbe Karte erhalten hatte. Die Kapfenberger hielten das sehenswerte "Stahlderby" vor 3.000 Zuschauern auch in numerischer Unterlegenheit offen. Der Tabellenführer traf durch Liendl (4.) und Sencar (77.) insgesamt zweimal die Stange. Für die Leobener, die wegen eines Muskelfaserrisses ohne Kapitän Thomas Früstük auskommen mussten, war Gerald Säumel mit einem Fernschuss aus 30 Metern am Lattenkreuz gescheitert (40.).

Schwanenstadt - Parndorf 4:1
Der SC Schwanenstadt hat mit einem verdienten 4:1-(1:0)-Heimsieg gegen den SC/ESV Parndorf und dem dritten Sieg in Serie das Abstiegsgespenst vorerst vertrieben. Der künftige FC Magna liegt in der Tabelle der Erste Liga auf dem sicheren sechsten Rang, Torjäger Bammer war mit seinem Saisontreffern 13 und 14 Matchwinner für die Oberösterreicher. Parndorf rutschte hingegen als Zehnter auf einen Abstiegsrang.

Schwanenstadt präsentierte sich von Beginn weg als klar besseres Team, Bammer tänzelte durch die Burgenländer Defensive und sorgte für das 1:0 (34.). In dieser Phase verabsäumten es die Hausherren jedoch, die Entscheidung herbeizuführen. Parndorf kam in der zweiten Spielhälfte besser ins Spiel, ein Fehler von SCS-Torhüter Ratzenböck, der den Ball nach einen Weitschuss nach vorne abprallen ließ, ebnete Jailson (60.) den überraschenden Ausgleich.

Die Freude der Gäste wehrte jedoch nur kurz, Bammer (65.) sorgte per Kopf nur fünf Minuten später für die neuerliche Führung. Die eingewechselten Parapatits (83.) und Vishaj (92./Elfmeter) sorgten im Finish noch für den in Summe zu hohen Erfolg der Schwanenstädter

Auf der nächsten Seite: Schwadorf - FC Lustenau, Bad Aussee - Austria Amateure, Gratkorn - FC Kärnten

Admira Schwadorf - FC Lustenau 4:1
Admira Schwadorf hat seine neue Wirkungsstätte mit einem Kantersieg eingeweiht. Die Niederösterreicher bezwangen in ihrem ersten Heimspiel in der Südstadt den FC Lustenau in der 22. Runde der Fußball-Red Zac Liga mit 4:1 (2:0) und verließen damit die Abstiegszone. Die Vorarlberger müssen dagegen weiter auf ihren ersten Auswärtssieg seit dem 26. Oktober (1:0 gegen Austria Amateure) warten.

Die Trenkwalder-Elf suchte ihr Heil nach der 1:4 Niederlage in Kapfenberg von Beginn an in der Offensive. In der 15. Minute köpfte Lustenaus Neo-Kapitän Burgstaller nach Luftduell mit Kincl das Leder auf das Tor seines eigenen Schlussmanns Knaller. Den Abpraller verwertete Hanikel zum verdienten Führungstreffer. Ein zweites Mal stand das Duell Burgstaller-Kincl im Mittelpunkt. Der Neo-Kapitän von Lustenau ließ das Bein stehen, nachdem ihm sein tschechischer Ex-Kollege bei Rapid im Strafraum umkurvt hatte. Den verhängten Elfmeter setzte aber Filipovic, der bis dahin Dreh- und Angelpunkt im Spiel der Niederösterreicher war, über das Tor.

Die Lustenauer präsentierten sich in der ersten Hälfte erschreckend harmlos. Jegliche Offensivbemühungen scheiterten an der kompakten Schwadorf-Abwehr um Ex-Rapidler Valachovic. Die Trenkwalder-Elf hatte dagegen Lunte gerochen. Kurz vor der Halbzeit drückte Pusic eine Fürthaler-Hereingabe zum vorentscheidenden 2:0 über die Linie (45.).

Auch nach Seitenwechsel erwies sich die Südstadt als guter Boden für die Schwadorfer. In der 51. Minute packte Pusic den Hammer aus. Den Abpraller von der rechten Stange staubte Kincl zum 3:0 ab. Eine Viertelstunde später setzte der Tscheche seinen kongenialen Sturmpartner Hanikel in Szene, der mit einem Schuss ins kurze Eck auf 4:0 erhöhte (66.). Der Treffer der Lustenauer durch den eingewechselten Sabia war nur noch Ergebniskosmetik (83.).

Bad Aussee - Austria Amateure 2:2
Der SV Bad Aussee und die Austria Amateure haben 2:2 (1:1) remisiert. Die Tabellenletzten aus der Steiermark haben im vergangenen August gegen die Salzburger Amateure (3:2) ihren bisher einzigen Heimsieg gefeiert. Von den vergangenen 16 Spielen hat Aussee nur ein einziges gewonnen.

Nach einem Eckball der Wiener geriet Bad Aussee früh in Rückstand. Dario Tadic spitzelte nach einem Eckball von Harald Unverdorben und Verwirrung in der Aussee-Abwehr den Ball über die Linie. Die Gastgeber erholten sich jedoch rasch und nach einer knappen halben Stunde mit dem Ausgleich belohnt. Christian Falk (28.) traf nach einem Fehler von Christian Ramsebner.

Wenige Sekunden nach Wiederanpfiff tankte sich Falk (46.) durch, ließ Andreas Ulmer stehen und erzielte sein zweites Saisontor. Die Austria versuchte zu drücken, blieb aber im Strafraum über weite Strecken der zweiten Hälfte harmlos. In der 90. Minute erzielte Philipp Netzer nach einer Flanke von Markus Suttner per Kopf doch noch den Ausgleich.

Gratkorn - FC Kärnten 1:2
Der FC Kärnten hat in der 22. Runde der Fußball-Erste-Liga einen Schritt Richtung möglichen Klassenerhalt gemacht. Mit einem 2:1-(1:1)-Erfolg beim FC Gratkorn feierten die Kärntner den zweiten Sieg im zweiten Frühjahrsspiel. Der Tabellenvorletzte verkürzte nach dem erst zweiten Saison-Auswärtssieg den Rückstand auf den rettenden neunten Rang auf acht Zähler. Gratkorn, wo Stürmer Panagiotopoulos einen Elfmeter verschoss, bleibt Fünfter.

Die Steirer, bei denen Gsellmann und Torhüter Weber aufgrund fehlenden Vertragsunterschriften nur auf der Tribüne saßen, schafften durch einen Foul-Elfmeter von Panagiotopoulos (7.) früh den Führungstreffer, in Folge zeigten die Gäste jedoch Moral. Nach einer Kombination der Neuzugänge besorgte Vojnovic (20.) nach Hereingabe von Zelenka den verdienten Ausgleich, Hinum (53.) gelang mit einem platzierten Schuss ins Kreuz-Eck das 2:1

Gratkorn legte erst nach dem Gegentor zu, die beste Chance vergab Torschütze Panagiotopoulos vom Elferpunkt. Nachdem Wallner wegen Torraub an Kim die Rote Karte gesehen hatte, scheiterte der Belgier jedoch an Kärnten-Torhüter Dobnik (72.). Damit war die erste Niederlage der Steirer seit drei Runden besiegelt.

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