Koller: "Um 23 Uhr ist Bettruhe"

1. Trainingslager

Koller: "Um 23 Uhr ist Bettruhe"

Antritts-PK von Neo-Teamchef Koller. Schweizer gibt neue Verhaltensregeln aus.


Dienstag um 10 Uhr begann für Neo-Teamchef Marcel Koller die Arbeit so richtig. Der Schweizer trat im Wiener Happel-Stadion erstmals gemeinsam mit seinem Co-Trainer Schmid vor die Presse, um seine Ideen für das anstehende Trainingslager und seine Premieren-Partie gegen die Ukraine (15. November) bekannt zu geben.

Bettruhe
Eine der ersten Maßnahmen des neuen Teamchefs ist ein Verhaltenskatalog für die Teamspieler. Diesen will Koller Dienstag Nachmittag mit den Spielern besprechen. Klar ist nur: "Um 23 Uhr ist Bettruhe". Die Spieler treffen Dienstag ab 12 Uhr im Teamhotel ein und werden dort vom Teamchef persönlich begrüßt. Gleich danach werden Laktattests gemacht, am Abend schaut dann auch ÖFB-Präsident Leo Windtner vorbei, um sich ein erstes Bild zu machen.

Kranke und Verletzte
Der Teamchef hatte auch gleich einige schlechte Nachrichten parat. Der Rapidler Trimmel leidet unter muskulären Problemen, die Austrianer Junuzovic und Ortlechner sind mit Infekten zum Team gestoßen. "Das müssen wir am Nachmittag noch genauer abklären", so der Teamchef.

Leitner sagt ÖFB ab
Die für die Zukunft vielleicht wichtigste Negativ-Meldung: Dortmund-Jungstar Moritz Leitner (hat auch die österreichische Staatsbürgerschaft) hat dem ÖFB abgesagt. Sportdirektor Ruttensteiner hat zwar mit Leitner gesprochen, sich aber lediglich eine Absage eingefangen.

Theorie und Praxis
Über sein erstes Trainingslager als ÖFB-Teamchef gab es noch nicht viel zu sagen. Koller will mit den Spieler vor allem viel Theorie abarbeiten, "aber wir werden auch genug Zeit am Platz verbringen. Außerdem wiederholte Koller, dass man in der kurzen Zeit keine Wunderdinge erwarten dürfte. Er habe zwar genug Ideen, aber zu wenig Zeit, diese umzusetzen. Außerdem könne man die Spieler nicht mit zu viel Neum überfordern.

Schmid stellt sich vor
Im Mittelpunkt des Interesses stand diesmal aber auch der zweite Schweizer im Trainerteam: Co-Trainer Fritz Schmid. "Ich habe die letzten beiden Jahre im Bereich Ausbildung und Lehrtätigkeit gearbeitet." Schmid sieht sich als "rechte Hand des Teamtrainers". Seine Schwerpunkte sind die Trainingsgestaltung und -planung, sowie Analysen und das Scouting.

Schmid zu seiner Philosophie: "Fürher war der Fußball-Trainer ein Macher und Selbstbestimmer. Heute wird von einem Trainer mehr verlangt, er muss Menschen auch gut führen können."

Dann bewies der Schweizer auch eine gute Portion Humor: "Ich habe früher auch als Journalst gearbeitet, das war eine interessante Zusatzerfahrung. Ich weiß also, was ihr Journalisten braucht..."

Nächste Seite: Der Liveticker zum Nachlesen

10.48 Uhr: Damit ist die PK beendet. Wir bedanken uns fürs Mitlesen und freuen uns schon aufs nächste Mal!

10.47 Uhr: Zum Abschluss verliert der Teamchef noch ein paar Worte zu seiner Arbeitsweise: "Bei mir steht die Theorie im Vordergrund. Ich finde, dass man die Spieler ordentlich informieren muss." Nachsatz: "Aber natürlich werden wir auch viel auf dem Platz arbeiten."

10.45 Uhr: Leider hat der Teamchef auch eine schlechte Nachricht zu vermelden: Dortmunds Supertalent Moritz Leitner hat sich entschieden, für Deutschland zu spielen. Der Youngster wäre auch für Österreich spielberechtigt gewesen. In einem Gespräch mit Sportdirektor Ruttensteiner habe Leitner aber dem ÖFB abgesagt.

10.43 Uhr: Der Fahrplan für die nächsten Tage: "Wir werden uns erst ab Sonntag mit der Ukraine beschäftigen. Davor möchte ich dem Team meine Ideen erklären und versuchen, diese umzusetzen."

10.41 Uhr: Koller wird auch zu einer möglichen Einberufung von Hoffenheim-Verteidiger Iberstberger befragt: "Natürlich ist er ein Thema, wir werden uns auch mit ihm beschäftigen."

10.38 Uhr: Der Teamchef weiß, was er an seinen Jungstars hat. Vor allem David Alaba hat es dem Schweizer angetang: "Er ist hoch talentiert und kann ein Spiel entwickeln."

10.35 Uhr: Die Spieler rücken ab 12 Uhr ins Teamhotel ein, danach gibt's gleich Laktattests. Am Abend kommt dann auch Präsident Windtner, um sich einen Überblick zu schaffen. Koller will jeden Spieler zu Mittag persönlich begrüßen.

10.34 Uhr: Um 23 Uhr ist laut Koller Bettruhe. Den Rest will der Teamchef noch nicht verraten, denn: "Wir werden die Verhaltensregeln für das Trainingslager heute gemeinsam mit den Spielern besprechen und erstellen."

10.32 Uhr: Jetzt geht's ans Eingemachte, Koller gibt die Verhaltensregeln für die Teamspieler bekannt.

10.30 Uhr: Koller geht sogar soweit, Spielern aus der zweiten Leistungsstufe (sprich Erste Liga) Chancen geben zu wollen. Denn - nochmals - "Die Leistung ist entscheidend!"

10.28 Uhr: Der Teamchef besteht darauf, dass es ihm egal sei, bei welchem Club ein Spieler sein Geld verdient: "Nur die Leistung ist entscheidend. Ich schaue nicht darauf, ob ein Spieler bei Austria, Rapid oder in Ried spielt."

10.26 Uhr: Koller wiederholt, was er schon bei der Kader-PK gesagt hat: Er könne die Spieler jetzt nicht mit all seinen Ideen vollpacken, das würde sie überfordern. "Ich habe viele Ideen, aber wenig Zeit. Binnen einer Woche kann nicht alles klappen." Dann ein paar Standardphrasen: "Wir müssen defensiv gut organisiert sein", etc...

10.24 Uhr: Jetzt spricht auch der Teamchef selbst und gibt gleich einmal Alarm: Bei ein paar Spielern besteht akuter Verdacht auf einen Infekt. Das soll am Nachmittag noch genauer abgeklärt werden. Diese Spieler sind: Junuzovic und Margreitter - also zwei Austrianer. Beim Rapidler Trimmel gibt es muskuläre Probleme.

10.23 Uhr: Schmid zu seiner Spielphilosophie: "Die Mannschaft soll das Spiel aktiv beeinflussen und gestalten. Man muss die Situation selbst bestimmen können."

10.21 Uhr: Schmid philosophiert ein bisschen über das Traineramt selbst: "Früher war der Fußball-Trainer ein Macher und Selbstbestimmer. Aber das hat sich inzwischen verändert, jetzt muss ein Trainer Menschen auch führen können."

10.20 Uhr: Schmid erzählt ein bisschen über seine Vergangenheit und erwähnt dabei, dass er früher auch als Journalist gearbeitet hat. Dies sei eine "interessante Zusatz-Erfahrung" gewesen. Ich weiß, was ihr Journalisten braucht."

10.17 Uhr: Schmid darf auch gleich als Erster sprechen. Er bezeichnet sich als "rechte Hand des Teamtrainers". Seine Schwerpunkte seien Trainingsgestaltung und -planung, sowie die Analysen und das Scouting.

10.15 Uhr: Mit dabei ist erstmals auch Co-Trainer Schmid, ein Landsmann von Koller.

10.10 Uhr: Guten Morgen. Wir melden uns live von der "Antritts-PK" von Neo-Teamchef Koller in Wien, der heute seinen ersten Kader für das Länderspiel gegen die Ukraine zusammenzieht.