Berger lobt Wunder-Bubi Verstappen

Formel 1

Berger lobt Wunder-Bubi Verstappen

Ex-Siegfahrer sieht Red Bull auf richtigem Weg und ortet Aufbruchsstimmung.

Ex-Formel-1-Fahrer Gerhard Berger sieht Red Bull Racing im Aufwind und für eine nicht so weit entfernte Rückkehr an die Spitze gerüstet. Der Wechsel von Max Verstappen sei "aus mehreren Richtungen die absolut richtige Entscheidung" gewesen, sagte der Tiroler am Rande des Grand Prix von Spanien in Barcelona. "Kwjat ist sicher kein Weltmeister, Verstappen hat die Chance dazu."

Der 18-jährige Niederländer, der in der Vorwoche von Toro Rosso ins A-Team des österreichisch-britischen Rennstalls befördert worden war, überzeugte am Samstag mit Platz vier in der Qualifikation für das Rennen am Sonntag (14.00 Uhr im oe24-Ticker). Neben ihm steht Teamkollege Daniel Ricciardo in der zweiten Startreihe. Für Berger ist das eine Bestätigung der Aufbruchstimmung, die er Platz greifen sieht.

Verstappen hat Zeug zum Weltmeister
Für den langjährigen Grand-Prix-Piloten war die "Rückversetzung" von Daniil Kwjat zu Toro Rosso ein logisches Manöver. "Bei Daniil hat man halt gesehen, dass er an seine Grenzen stößt. Ricciardo ist ganz klar der stärkere Mann. Wenn man wirklich gegen Ferrari und später gegen Mercedes antreten will, dann braucht man zwei Topleute", sagte der 56-Jährige im Motorhome von Red Bull. Daher habe man diese Karte ziehen müssen. "Je schneller, desto besser."

Verstappen habe definitiv das Zeug zum Weltmeister. "Ja, absolut. Der Bursche hat eine unglaubliche gute Racekraft. Er kann überholen, ohne den Frontflügel zu beschädigen, kämpfen, beißen. Der Max ist da unglaublich stark, das hat er vom Kartsport mitgebracht", erklärte Berger.

Bullen machen Jagd auf Ferrari
Mercedes sei für Red Bull in naher Zukunft zwar außer Reichweite. "Ich glaube aber, dass Red Bull zu Ferrari aufschließen könnte demnächst, und dann wird schon alles ein bisschen interessanter", meinte er. "Wenn man zu Ferrari schaut, sieht man schon ein bisschen eine Balanceschwäche zwischen Sebastian Vettel und Kimi Räikkönen, und genau da will man den Fuß in die Tür bringen und Druck aufbauen."