Schrecksekunde in der Formel 1: Oliver Bearman krachte beim Japan-GP am Sonntag nach einem harten Manöver seitlich in die Barrieren. Trotz eines gewaltigen Einschlags gibt es erste Entwarnung vom Team.
Japan. Der Vorfall ereignete sich am Sonntag in der 22. Runde des Japan-GP, als Bearman im Bereich der Spoon-Kurve seitlich in die Begrenzung einschlug. Auslöser war eine Szene mit Franco Colapinto: Bearman lief auf seinen Kontrahenten auf und musste ausweichen. Dabei geriet er auf das Gras, verlor die Kontrolle über seinen Haas und drehte sich über die Strecke direkt in die Barrieren. Der Crash löste eine Safety-Car-Phase aus.
Obwohl Bearman aus eigener Kraft aus dem Wrack aussteigen konnte, sorgten die Bilder für Beunruhigung. Er musste von Streckenposten gestützt werden und humpelte davon. Im Medical Centre folgte jedoch die erste Erleichterung: Der Haas-Pilot ist bei Bewusstsein und ansprechbar. Erste Röntgenbilder zeigten keine Frakturen. Diagnostiziert wurde lediglich eine Prellung am rechten Knie, was in Anbetracht der Umstände als sehr gutes Zeichen gewertet wird.
Gewaltige Kräfte beim Crash
Die Daten aus dem Auto verdeutlichen die Schwere des Unfalls. Laut ersten Informationen wirkten beim Einschlag satte 50G auf den Körper des Rennfahrers. Trotz der Heftigkeit des Zusammenstoßes entschied die Rennleitung nach einer genauen Untersuchung der Bilder, dass keine Strafe gegen Colapinto oder Bearman ausgesprochen wird. Es wurde als normaler Rennunfall eingestuft.