Ducati-Vertrag

Italien feiert Rossis "Heimkehr"

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Rossis Wechsel zu Ducati ist offiziell: Motorsport-Italien im Freudentaumel.

Seitdem offiziell ist, dass Valentino Rossi ab 2011 für Ducati fährt, jubelt ganz Italien über die "Heimkehr" seines Lieblings. Der italienische Weltmeister auf einem italienischen Motorrad, das ist ganz nach dem Geschmack der Azzurri.

Italienisches "Nationalteam"
Seit Sonntag weiß man dank einer lapidaren Pressemitteilung schwarz auf weiß, dass Rossi nach seinen Jahren in der Königsklasse auf den japanischen Marken Honda und seit 2004 Yamaha für zwei Jahre beim italienischen Kult-Hersteller Ducati unterschrieben hat. Und damit hofft nun ganz Italien auf Erfolge des rein italienischen Gespanns. Ducati-Generaldirektor Filippo Preziosi gab sich bereits kämpferisch: "Sobald er zum ersten Mal eine Ducati fährt, werden wir zusammen an jedem noch so kleinen Detail arbeiten, um ein Motorrad zu entwickeln, welches sein großartiges Talent voll zur Geltung bringen wird."

Unsterblichkeit winkt
Gelingt es dem neunfachen Weltmeister Rossi wieder einmal, sich schnell auf eine neue Maschine einzustellen, würde er sich in Italien unsterblich machen. Denn die "Rote" gilt als schwer zu beherrschen. Praktisch nur dem Australier Casey Stoner, den Rossi 2011 ablösen wird, gelang es bisher, sie zu "bändigen" und 2007 den Weltmeistertitel einzufahren.

Durststrecke bald zu Ende?
Rossi selbst meinte: "Ein italienischer Fahrer auf einem italienischen Motorrad ist toll für die italienischen Fans. Ich bin überzeugt, dass wir jede Menge Unterstützung von den italienischen Fans bekommen werden." Die italienischen Motorrad-Anhänger müssen in der Tat bereits 38 Jahre auf einen rein italienischen Sieg in der Zweirad-Königsklasse warten. 1972 hatte der legendäre Giacomo Agostini auf einer MV Agusta triumphiert.

"Meine Arbeit bei Yamaha ist beendet"
Aller Unkenrufe zum Trotz testete der "Doktor" nach dem Rennen in Brünn sehr wohl für Yamaha auf der tschechischen Rennstrecke. Bestzeit fuhr aber sein derzeitiger Stallgefährte Jorge Lorenzo aus Spanien, der als überlegener WM-Führender ganz auf den Gewinn des Titel ausgerichtet ist. Das ist auch Rossi, der vier Rennen wegen seines gebrochenen Schienbeins verpasst hat, längst bewusst. Er reagierte fast schon ein wenig beleidigt. "Seit 2004 hat sich viel geändert. Yamaha hat gute Fahrer und es sieht so aus, dass sie mich dort nicht mehr brauchen. Meine Arbeit bei Yamaha ist beendet."

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