MotoGP

Rossi wieder klarer WM-Favorit

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Saison startet mit Nachtrennen in Katar. Stoner ist Rossis größter Herausforderer.

Titelverteidiger Valentino Rossi geht als klarer Favorit der MotoGP-Klasse in die Motorrad-WM, die am Sonntag (22.00 Uhr/live ATV) mit dem Nachtrennen in Losail in Katar beginnt. Bei den Testfahrten in Losail und Jerez war der Australier Casey Stoner zwar schneller als der Superstar, der Ducati-Pilot wird über eine ganze Saison aber als schwächer eingestuft als der Italiener, der sechs der vergangenen acht Titel in der Königsklasse gewonnen hat.

Rossi jagt 100. GP-Sieg
"Ich habe für diese Saison ein gutes Gefühl. Die Abstimmung stimmt und die Rennpace wird gut sein", versicherte Rossi, der 2009 auch seinen 100. Grand-Prix-Sieg anstrebt. 97 Siege hat der 30-Jährige mittlerweile auf dem Konto, auf allen 17 Rennstrecken, auf denen heuer gefahren wird, hat er bereits gewonnen. Den US-Grand-Prix in Laguna Seca bestreiten ausschließlich die MotoGP-Piloten, die 16 weiteren Rennen auch die kleineren Klassen.

Schon in der vergangenen Saison hatte Yamaha-Star Rossi eine beeindruckende Konstanz an den Tag gelegt, entschied die WM nach neun Siegen und 16 Podestplätzen klar vor Stoner und dem Spanier Dani Pedrosa für sich. Lediglich als Fünfter in Katar und als Elfter in den Niederlanden verpasste Rossi das Podium.

Stoners Lieblingsstrecke
Der Losail Circuit ist allerdings eher eine Domäne Stoners, hat er dort doch seine erste Pole Position und seinen ersten MotoGP-Sieg geholt. Auch die Nachtpremiere im Vorjahr hatte der Weltmeister von 2007 für sich entschieden. Die große Frage ist allerdings, ob sich Stoner vollständig von einer Operation am linken Handgelenk erholt hat. Als neuen Teamkollegen erhält der Australier den US-Amerikaner Nicky Hayden. Der Weltmeister von 2006 war nach sechs Jahren bei Honda zu Ducati gewechselt.

Außenseiterchancen haben auch die beiden Spanier Pedrosa und Jorge Lorenzo. Honda-Werksfahrer Pedrosa musste nach einer Sturzverletzung am Unterarm zuletzt aber auf die Tests in Jerez verzichten und ist noch nicht völlig fit. Nach dem Rückzug von Kawasaki als Werksteam sind in der Königsklasse nur noch 18 Fahrer am Start. Honda stellt sechs, Ducati fünf, Yamaha vier, Suzuki zwei und Kawasaki einen Piloten. Erstmals wird in der MotoGP 2009 mit einem Einheitsreifen von Lieferant Bridgestone gefahren.

Neu-Einsteiger
Mit dem Finnen Mika Kallio und dem Italiener Niccolo Canepa (beide Ducati) sowie dem Japaner Yuki Takahashi (Honda) gibt es drei Neulinge, mit dem 36-jährigen Spanier Sete Gibernau auch einen Rückkehrer nach zwei Jahren Pause. Kallio war im Vorjahr noch für KTM WM-Dritter in der 250-ccm-Klasse geworden. Der österreichische Hersteller hat sein Engagement in der Straßen-WM in einem schwierigen wirtschaftlichen Umfeld allerdings drastisch reduziert und schickt mit dem Spanier Marc Marquez und dem US-Amerikaner Cameron Beaubier nur noch zwei 125-ccm-Piloten ins WM-Rennen.

Ranseder startet mit Chinesen-Motorrad
Einer ihrer Konkurrenten ist Michael Ranseder. Der 23-jährige Oberösterreicher geht in seine fünfte Saison in der Achtelliter-Klasse. Die Testergebnisse mit seinem neuen chinesischen Werksteam Haojue waren zwar wenig berauschend, Ranseder gab sich aber zuversichtlich. "Unser Rückstand ist beträchtlich, aber alle Beteiligten arbeiten fieberhaft daran, das aufzuholen", versicherte Österreichs einziger GP-Pilot.

WM-Favorit ist der spanische Ex-KTM-Pilot Julian Simon, in der Viertelliter-Klasse dürften sich Titelverteidiger Marco Simoncelli (ITA), Hector Barbera und Alvaro Bautista (beide ESP) den Titel untereinander ausmachen. Simoncelli hatte sich allerdings am Wochenende bie einem Motocross-Unfall das Handgelenk gebrochen und könnte daher den Auftakt in Katar verpassen.

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