Das Protokoll zur Rettung des verletzten US-Superstars.
Der Traum vom olympischen Märchen endete für Lindsey Vonn am Sonntag bereits nach nur 13 Sekunden. Nach einem Fahrfehler an einem Tor wurde die 41-Jährige bei einem Sprung ausgehebelt und schlug mit voller Wucht auf der harten Piste auf. Was folgte, war eine Rettungsaktion unter den Augen der Weltöffentlichkeit, die von den Beteiligten als „technisch anspruchsvoll und hochemotional“ beschrieben wird.
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Der Einsatz der Flugcrew
Während im Zielraum der Tofana gespenstische Stille herrschte, lief die Rettungskette der Organisation Avincis an. Pilot Roberto Cit aus Belluno beschrieb den Einsatz gegenüber Reuters als „wirklich besonders“. Optimale Bedingungen: Im Gegensatz zu den stürmischen Trainingstagen zuvor herrschte strahlender Sonnenschein. „Die Bedingungen waren optimal, und wir haben als Team perfekt zusammengearbeitet“, so Cit.
Sofortiger Start: Die Windenmechanikerin Annalisa Raffin erklärte, dass das Team das Rennen live verfolgte und beim Eintreffen des Alarms sofort abhob. An Bord befanden sich neben dem Piloten und der Mechanikerin auch ein spezialisierter Techniker sowie ein Notarzt.
Die Bergung an der Piste
Die Bergung selbst erforderte höchste Präzision. Da das Gelände an der Sturzstelle steil ist, musste der Hubschrauber in beträchtlicher Höhe stabil über der Piste schweben: Windenmanöver: Vonn wurde von den Rettungskräften vor Ort erstversorgt und anschließend für den Winch-Vorgang vorbereitet. Um die verletzte Athletin vor dem massiven Winddruck und der Kälte der Rotorblätter zu schützen, wurde sie in eine spezielle Winden-Trage gehüllt, die sie komplett umschloss.
Der Weg in die Klinik
Nachdem Vonn sicher in den Helikopter gewunden worden war, erfolgte ein kurzer Zwischenstopp im Krankenhaus Codivilla-Putti in Cortina zur weiteren Stabilisierung. Transfer nach Treviso: Aufgrund der Schwere der Beinverletzung entschied man sich für den Weitertransport in das Traumazentrum Ca' Foncello in Treviso.
Flug dauerte 30 Minuten
30 Minuten Flug: „Der Flug von Cortina nach Treviso dauert etwa 30 Minuten“, erklärte Pilot Roberto Cit. Er fügte hinzu, dass der Flug absolut ruhig und ohne Komplikationen verlief, was für die Patientin mit einem Beinbruch von enormer Bedeutung war.