Allen will schon wieder loslegen

Leichtes Training

Allen will schon wieder loslegen

Nur noch grobe Probleme mit den Zähnen, schon nächste Woche will Triathlon-Olympiasiegerin Kate Allen leichte Bewegung machen.

Triathlon-Olympiasiegerin Kate Allen befindet sich nach dem schweren Radunfall am vergangenen Sonntag beim Weltcup in New Plymouth (Neuseeland) weiter auf dem Weg der Besserung. "Wir sind richtig glücklich, sie hat Donnerstag erstmals keine Schmerzmittel gebraucht", sagte Manager und Ehemann Marcel Diechtler auf Anfrage der APA - Austria Presse Agentur. Bei einem Arztbesuch wurden der Tirolerin am Freitag die Fäden im Gesicht gezogen, die restlichen Nähte an Hand und Arm werden am Montag entfernt.

Tolle Fortschritte
"Kate macht sehr gute Fortschritte, außer dass sie sich noch nicht so bewegen kann. Aber die Wunden heilen schnell, im Gesicht verwendet sie Spezialcremen", berichtete Diechtler, der "eine vorsichtige Prognose" abgab: "Es ist nur eine Frage von Tagen. Wenn die Fäden raus sind, dann kann sie Anfang der nächsten Woche vielleicht schon wieder leichte Bewegung machen. Mit dem Schwimmen müssen wir halt warten. Das Höhentraining in Frankreich ab Mittwoch haben wir aber definitiv abgesagt, denn wenn du auf die Höhe gehst, dann musst du absolut fit sein."

Zahnprobleme
Probleme bereiten Allen derzeit vor allem noch die Wiederherstellung der drei ausgeschlagenen Zähne (braucht noch Wurzelbehandlung), ein Hämatom auf der rechten Brust (viel Haut verloren) und der rechte Daumen. "Sie hat im Daumen einen Sehnenriss, es ist ein klassischer Skidaumen, das dauert sechs Wochen, bis es okay ist. Sie hätte operiert werden sollen, aber sie hat eine tiefe Wunde und die Infektionsgefahr ist zu groß, da wollten wir nichts riskieren. Und es macht für den Heilungsverlauf keinen Unterschied, sie wird es nach der Karriere machen lassen", präzisierte Diechtler.

Was die Klärung des Unfallhergangs betrifft, hofft der Österreichische Verband, bis Mitte nächster Woche Erkenntnisse zu haben. "Wegen des Zeitunterschieds und der Reisen der Athleten haben wir noch nicht alle Stellungnahmen und somit noch kein vollständiges Bild", sagte ÖTRV-Generalsekretär Herwig Grabner. In den Unfall war mit Lisa Hütthaler auch eine zweite Österreicherin verwickelt. Am Sonntag beim Triathlon-Weltcup in Ishigaki (Japan) ist Österreich durch Stefan Perg, Hütthaler und Tania Haiböck vertreten.