Grabner traf als Letzter im Olympischen Dorf ein

Auch PGS-Snowboarder in Vancouver eingetroffen

Nach den Skicross-Rennen gehört der Olympia-Hang am Cypress Mountain in Vancouver wieder den Snowboardern. Ab Dienstagnachmittag werden Hindernisse geschliffen, um gutes Terrain zu schaffen für die Parallel-Riesentorläufe am Freitag und Samstag. Bestens vorbereitet und hervorragend gelaunt trafen die ÖSV-Asse samt Betreuern im Olympischen Dorf von Vancouver ein, Sigi Grabner folgte am Montagabend.

Nach drei Trainingstagen in Sun Peaks hatten Doris Günther, Marion Kreiner, Ina Meschik und Claudia Riegler noch drei Wellnesstage in einem Resort zwei Autostunden von Vancouver verbracht. Weiter weg hatte es die Herren gezogen, nämlich nach Los Angeles.

Benjamin Karl, Andi Prommegger und Ingemar Walder machten von Sun Peaks via Vancouver noch einen Abstecher nach Los Angeles. Neben einer Motorrad-Spritztour wie sie auch Slalom-Ass Reinfried Herbst zuvor absolviert hatte, standen in Kalifornien auch Sightseeing sowie ein Besuch der Universal Studios auf dem Programm.

Grabner war deshalb später nach Kanada geflogen, weil er nach seiner zweimonatigen Verletzungspause zu Hause in Kärnten erstmals wieder auf das Board gestiegen war. Vier Tage in Folge hatte der Bronzemedaillen-Gewinner von Turin seinem verletzten Knöchel einem Härtetest unterzogen. "Es tut zwar noch immer sehr weh, aber ich kann gut die Zähne zusammenbeißen", sagte der 34-Jährige danach.

Leicht wird es der Routinier aus Kärnten bei seinem vierten Olympiastart aber nicht haben. "Das fürchtet auch der Südtiroler Roland Fischnaller, einer aus Grabners "SG-Team". "Er war lange verletzt und wird sich mit diesem seltsamen griplosen Schnee hier nicht leichttun", fürchtete der mit der italienischen Skirennläufern Denise Karbon liierte Snowboarder.

Wegen der Skicross-Rennen mussten die PGS-Fahrer zum Training vorerst auf den gegenüberliegenden Mount Strachan ausweichen. Auch Fischnaller ist vor dem Parallel-Riesentorlauf der Herren, in dem Slalom-Weltmeister Karl und Prommegger als Mitfavoriten gelten, überzeugt: "Das wird ein Kampf zwischen Kanada und Österreich!"