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Bukarest

Erstrunden-Aus von Titelverteidiger Melzer

Damit ist dem Niederösterreicher ein Rückfall in der Weltrangliste sicher. Jetzt sind Melzer/Eschauer nur noch im Doppel aktiv.

So hat sich Jürgen Melzer seine Titelverteidigung in Bukarest nicht vorgestellt: Der 26-jährige Niederösterreicher, der vor einem Jahr in der rumänischen Hauptstadt seinen ersten und bisher einzigen ATP-Titel geholt hat, musste sich am Montag gleich zum Auftakt geschlagen geben. Die Nummer 4 des Turniers unterlag dem Italiener Andreas Seppi nach 2:30 Stunden mit 6:4,5:7,4:6 und wird damit in der Weltrangliste wohl einiges an Boden verlieren.

Zunächst in Führung
Melzer, der nach seinem Zweitrunden-Aus bei den US Open auf den Sandbelag zurückkehrte, ging zwar gegen die Nummer 75 im ATP-Ranking in Führung, doch im umkämpften zweiten Satz nützte der Südtiroler seine erste Chance zum Satzausgleich. Im dritten Durchgang musste Österreichs Nummer eins bald einem Break nachlaufen und hatte nach einem 3:5-Rückstand noch einen Ball auf das 5:5. Doch Seppi nützte im ersten Aufeinandertreffen mit dem Deutsch Wagramer den dritten Matchball in diesem Game zur Überraschung.

Österreichs Davis-Cup-Spieler kann sich damit unfreiwillig früh auf den Länderkampf gegen Brasilien nächste Woche in Innsbruck einstellen. Allerdings bleibt er noch in Rumänien, weil er im Doppel noch mit Werner Eschauer im Einsatz ist. Die beiden treffen in der ersten Doppel-Runde auf die argentinisch/italienische Paarung Sergio Roitman/Filippo Volandri.

Eschauer auch out in Runde 1
Auch für Eschauer war davor beim mit 353.450 Euro dotierten BRC Open gleich in der ersten Runde Endstation gewesen. Der 33-jährige Hollensteiner (ATP-Nr. 61) verlor gegen den in der Rangliste um zwölf Plätze schlechter klassierten Argentinier Martin Vassallo Arguello nach hartem Kampf zweimal mit 4:6.

Peya in Peking out
Alexander Peya ist am Montag in der ersten Runde der mit 500.000 Dollar (362.450 Euro) dotierten und auf Hardcourt ausgetragenen Tennis-China Open knapp an einer Sensation vorbeigeschrammt. Der 27-jährige Wiener musste sich gegen den als Nummer zwei gesetzten Chilenen Fernando Gonzalez nach fast zwei Stunden erst im Entscheidungssatz mit 5:7 geschlagen geben.

Peya hatte nach gewonnenem ersten Satz (6:3) gleich wieder eine Breakchance, die er allerdings ungenützt ließ. Die Nummer Sieben der Weltrangliste zog daraufhin mit 3:0 und nach einem hartumkämpften fünften Game mit 4:1 davon. Mit seinem ersten Ass beschloss der Chilene schließlich den zweiten Satz (6:3).

Im dritten Satz kassierte der österreichische Weltranglisten-154. zwar das Break zum 2:3, schlug aber mit dem Rebreak zum 5:5 noch einmal zurück. Nach einem neuerlichen Break servierte Gonzalez, der zuletzt bei den US-Open in der ersten Runde gescheitert war, schließlich zum 7:5 aus.