Giro-Sieger vom Dopingvorwurf freigesprochen

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Giro-Sieger vom Dopingvorwurf freigesprochen

Italienisches Gericht: Unerlaubte Bluttransfusion bei Danilo di Luca nicht nachweisbar.

Giro-Sieger Danilo di Luca ist am Mittwoch vom Dopingverdacht freigesprochen worden. Nach Ansicht der Disziplinarkammer des Nationalen Olympischen Komitees Italiens (CONI) könne dem italienischen Radstar keine unerlaubte Bluttransfusion nach der 17. Etappe des Giro d'Italia am 30. Mai 2007 nachgewiesen werden. CONI-Chefankläger Ettore Torri hatte für den 32-jährigen Profi des Pro-Continental-Teams LPR eine zweijährige Sperre gefordert.

Di Luca war vor Gericht am Mittwoch nicht anwesend gewesen. Sein Bruder Massimo zeigte sich mit dem Urteil des Gerichts sehr zufrieden. "Die Unschuld meines Bruders ist bewiesen worden", sagte Massimo Di Luca.

Das Verfahren gegen Di Luca stützte sich auf eine nach der Königsetappe des Giro d'Italia 2007 zum Monte Zoncolan von CONI-Chefankläger Torri überraschend durchgeführte Kontrolle. Bei dieser wurden unnatürlich niedrige Testosteron-Werte bei Di Luca festgestellt. Sie reichten damals nicht für eine unmittelbare Verurteilung wegen Dopings aus. Di Luca war schon im vergangenen Oktober bis zum 15. Jänner gesperrt worden. Ein CONI-Ermittler hatte ihm Kontakte zum mutmaßlichen Dopingarzt Carlo Santuccione vorgeworfen.