Moya: Rücktritt unter Tränen

Fußverletzung

Moya: Rücktritt unter Tränen

Moya erklomm als erster Spanier die Tennis-Weltranglistenspitze.

Der frühere Weltranglisten-Erste, Carlos Moya aus Spanien, hat am Mittwoch unter Tränen seinen Rücktritt vom internationalen Tennis erklärt. Der 34-Jährige begründete seinen Schritt mit einer anhaltenden Fußverletzung. Auf einer Pressekonferenz in Madrid, der neben Familie und Freunden auch frühere Spieler beiwohnten, erklärte der French-Open-Sieger 1998, dass er seine Karriere mit einem Turnier in Sevilla im Dezember beenden wird.

Abschiedstour fiel ins Wasser
"Ich wollte bei einigen großen Turnieren und den Grand Slams auf Wiedersehen sagen, aber der Traum wurde nicht erfüllt", sagte Moya, der sich immer wieder Zeit nehmen musste, um seine Fassung wiederzufinden. Der Australian-Open-Finalist 1997 (Niederlage gegen Pete Sampras) ist heuer im August Vater einer Tochter namens Carla geworden. Der wie sein Freund, die aktuelle Nummer 1 Rafael Nadal, aus Mallorca stammende Moya hat insgesamt 20 ATP-Einzeltitel gewonnen und wurde 1999 der erste Spanier seit Einführung des ATP-Rankings (1973) an dessen Spitze. Einer seiner größten Triumphe war 2004 in Sevilla, als er mit einem Sieg über Andy Roddick seinem Heimatland den Davis-Cup-Titel sicherte.

Letzter Auftritt schon im Mai
Moyas letzter ATP-Tour-Einsatz war heuer beim Madrid-Masters im Mai, als er gleich zum Auftakt dem Deutschen Benjamin Becker unterlegen war. Er wird kommende Woche als Gast beim ATP-World-Tour-Finale dabei sein.