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Paralympic-Komitee unterstützt Pistorius

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Unterschenkelamputierter Südafrikaner will gegen Olympia-Ausschluss auf höchster Ebene vorgehen.

Der unterschenkelamputierte südafrikanische Sprinter Oscar Pistorius bekommt bei seinen Bemühungen um einen Start bei den Olympischen Spielen in Peking Unterstützung vom Internationalen Paralympischen Komitee (IPC). "Das IPC unterstützt in höchstem Maße Oscars großartige Leistungen als Elitesportler, ein Merkmal, das er mit vielen Paralympics-Athleten teilt", betonte das IPC am Dienstag in einer schriftlichen Erklärung.

"Wir erkennen auch das Recht von Oscar und allen anderen Athleten an, die Regeln in Frage zu stellen, die einen Einfluss auf ihre Leistungen haben", schrieb das IPC. Pistorius war am Montag durch den Leichtathletik-Weltverband IAAF das Startrecht für die Sommerspiele in Peking abgesprochen worden, da er durch seine Prothesen einen mechanischen Wettbewerbsvorteil habe.

Das IPC betonte, dass die biomechanischen und physiologischen Analysen der Universität Köln anerkannt würden, dennoch müssten weitere Tests vorgenommen werden, die den Energieverlust oder -gewinn der Prothesen berücksichtigten. Auf seinen Unterschenkelprothesen ("Cheetahs") wollte sich der 21-jährige Pistorius erstmals bei Olympia der Konkurrenz nichtbehinderter Sprinter stellen.

Der Südafrikaner will gegen die Entscheidung auf höchster Ebene vorgehen. Höchste Instanz in derartigen Streitfällen ist der Internationale Sportgerichtshof CAS in Lausanne. Pistorius waren im Alter von elf Monaten die Füße sowie Teile beider Unterschenkel amputiert worden. "Ich werde nicht nachgeben", sagte Pistorius, der die Behinderten-Weltrekorde über 100 (10,91 Sekunden), 200 (21,58) und 400 Meter (46,56) hält.

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