Das ist der wahre Grund für das Djokovic-Aus

Lustlos-Auftritt in Wien

Das ist der wahre Grund für das Djokovic-Aus

Die Nummer 1 der Welt Novak Djokovic flog beim Erste Bank Open in Wien sang- und klanglos gegen Sonego raus.

Er war - neben Lokalmatador Dominic Thiem - die große Attraktion beim ohnehin starbesetzen Erste Bank Open in Wien: Novak Djokovic. Das Viertelfinal-Aus gegen den späteren Finalisten Lorenzo Sonego fiel aber unter die Kategorie Lustlos-Auftritt. Djokovic machte lediglich drei Games und verabschiedete sich unrühmlich. Es gab Anschuldigungen gegen den Serben im Netz. Für den 17-fachen Major-Sieger war es die höchste Zweisatz-Niederlage seiner Karriere. 2:6,1:6 nach nur 68 Minuten, keine Verletzung - dies ließ Tennis-Insider zumindest die Augenbrauen heben. Djokovic, der erstmals seit seinem Titelgewinn 2007 wieder in der Stadthalle am Start war, hat nicht gehalten, was man sich von ihm versprochen hat.

"Er hat mich einfach vom Platz geschossen, das ist alles. Es war ein sehr schlechtes Match von mir und großartig von ihm, er hat dieses Resultat verdient", erklärte Djokovic nach der Pleite, der keinesfalls enttäuscht wirkte. "Ich bin hierhergekommen um mehr Punkte zu holen und die Nummer-1-Position zu sichern per Ende des Jahres. Das habe ich getan", erklärte der "Djoker". Auch auf Nachfrage, ob genau das Erreichen dieses Ziels bei allem Respekt auch einen Effekt auf das Freitag-Resultat gehabt habe, war Djokovic offen. "Es hatte einen Effekt auf mich. Wie ich gesagt habe, ich habe getan, was ich tun musste und warum ich hierhergekommen bin. Ich fahre weiter, und habe kein Problem mit dem heutigen Resultat und schaue auf das nächste Kapitel."

Tod von Bekanntem setzte Djokovic zu

 

Diese Aussage störte vor allem Turnierdirektor Herwig Straka: "Ich finde solche Aussagen entbehrlich, auch wenn man so denken würde, sagt man das in keiner Pressekonferenz.". Djokovic selbst wehrt sich jedoch gegen die Anschuldigungen. Gegenüber "Tennis Majors" erklärte Djokovic: "Um ehrlich zu sein, war ich nicht allzu sehr in der Stimmung, um zu spielen." Diese Stimmungslage soll mit dem Tod von Amfilohije Radovic, einer wichtigen Person innerhalb der serbisch-orthodoxen Kirche, zusammenhängen, die Djokovic gut kannte.

"Ja, dies ist ein sehr trauriger Tag. Ich hatte das Privileg und die Ehre, ihn getroffen zu haben, einige Zeit mit ihm zu verbringen und die schöne Energie zu spüren, die er besaß." Zwar habe ihn diese Nachricht beeinflusst, jedoch nicht so sehr, um das Spiel abzusagen. "Das war zugegebenermaßen ein sehr seltsamer Tag, aber es ist, wie es ist. Ich mache weiter und schlage ein neues Kapitel auf", erklärte der 33-Jährige.