Ex-Coach: 'Federer war schwierig und faul'

Lundgren plaudert aus

Ex-Coach: 'Federer war schwierig und faul'

Ex-Trainer Peter Lundgren enthüllte brisante Fakten über Tennis-Ikone Roger Federer.

Tennis-Star Roger Federer ist eigentlich als makelloser Muster-Profi bekannt. Der Schweizer verhält sich auf und abseits des Tennisplatzes stets wie ein Gentleman. Doch vor seiner ruhmreichen Ära war das anscheinend nicht immer der Fall. So berichtet es zumindest Ex-Coach Peter Lundgren.

Zu Beginn seiner Karriere soll der mittlerweile 38-jährige Federer einige Schwierigkeiten gehabt haben, erinnert sich Lundgren. „Es ist nie einfach, mit einem Tennisspieler zu arbeiten. Zu dieser Zeit war Roger ein sehr talentierter junger Mann, vielleicht ein bisschen faul, er hatte einige Konzentrationsprobleme und war körperlich noch nicht bereit“, so Lundgren gegenüber „Tenis Brasil“.

Doch das änderte sich bald. „Denn er wollte schon immer der Beste sein“, so Lundgren über seinen Ex-Schützling. „Die Wahrheit ist, dass er eine Person war, mit der es schwierig war zu arbeiten, aber er hat ein großes Herz und ist ein guter Kerl“, stellt der Schwede klar.

Wimbledon-Triumph 2003

Seinen ersten Wimbledon-Triumph schaffte Federer 2003, es war auch sein erster Grand-Slam-Titel überhaupt. Ein uvergessener Moment - auch für Ex-Profi Lundgren: „Ich wollte Wimbledon schon immer gewinnen, seit ich angefangen habe, Tennis zu spielen. Ich habe das Achtelfinale als Spieler erreicht, was nicht schlecht ist, und ich habe als Trainer gewonnen, was mich sehr glücklich macht.“ Für das schweizer Tennis-Ass sei die Erleichterung ernorm gewesen: „Für Roger war dieser Titel das, was alle von ihm erwartet hatten.“

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Im selben Jahr zu Saisonende gab das Erfolgs-Duo aber überraschend seine Trennung bekannt: „Er wurde schnell erwachsen, um der grosse Tennisbotschafter zu werden, der er heute ist. Ich bin sehr stolz auf alles, was er erreicht hat“, so Lundgren.