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Ski Alpin

-49 Grad, aber unsere Abfahrer sind heiß

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Raich kämpft um Speed-Praxis, andere um die Quali.

Das Chateau Lake im Banff-Nationalpark, gestern Früh. Bei Minus 33 Grad stapfen die Trainer zur Jury-Besichtigung. Wegen der Rekord-Kälte in Kanada (am Dienstag hatte es sogar 45 Grad unter Null) wurde das erste Training für den Abfahrts-Auftakt (n. Red.-Schl.) in die Mittagszeit verlegt. Bei der Mannschafts-Besprechung wurde den Läufern nahegelegt, unterm Rennanzug eine Extra-Schicht anzuziehen.

ÖSV-Abfahrer kämpfen um die letzten freien Plätze
Trotzdem wird es heiß hergehen – nicht nur, weil der Chinook-Wind die Temperaturen in den nächsten Tagen auf minus 10 bis minus 5 Grad „anheizen“ soll. Es geht um die letzten beiden der 9 ÖSV-Startplätze für die Samstag-Abfahrt.

Benni Raich (hat Abfahrts-Startplatz fix) will nicht nur den Super-G am Sonntag in Angriff nehmen. Der Gesamtweltcup-Zweite 2009

10: „Die Abfahrt in Lake Louise will ich auf jeden Fall fahren.“ Trotz Problemen im Vorfeld. Nachdem Raich das letzte Speed-Training in Österreich wegen Schlechtwetters sausen ließ, musste er auch seine Spezial-Vorbereitung im kanadischen Nakiska sprichwörtlich auf Eis legen: „Es hatte minus 38 Grad im Tal, und der Lift ging nicht. Jetzt hoffe ich, dass es in Lake Louise wärmer wird und ich über die Abfahrtstrainings ein Gefühl für den Super-G aufbauen kann.“ Da hofft er auf die im Hinblick auf den Gesamtweltcup so wichtigen „großen Punkte“.

Raich-Kritik an den schwachen Abfahrern
Und er kann sich einen kleinen Seitenhieb auf die Abfahrer nicht verkneifen: „Früher haben sie einem Janka, Cuche oder Miller viele Punkte weggenommen. Zuletzt haben Janka und Co. die großen Punkte sicher leichter gemacht.“

ÖSV-Speed-Trainer Andreas Evers erwartet sich jedenfalls einiges: „Alle brennen darauf, zu zeigen, dass sie es können.“ Das fordern auch die Fans nach der sieglosen Saison 2009

10. Evers: „Wir jammern allerdings auf hohem Niveau. Nach der Verletzung von Didier Defago haben die Schweizer nur mehr zwei Läufer unter den Top-15, wir dagegen haben vier.“

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