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Blutbeutel-Fund bei Biathlon-WM

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Doping und kein Ende: Jetzt wurden auch bei der Biathlon-WM in Östersund verdächtige Blutbeutel gefunden.

Südlich der schwedischen Stadt Östersund sind auf einem Rastplatz neben der Straße in offenbar weggeworfenen Plastiksäcken Infusionsbeutel und -Schläuche gefunden worden. In den Beuteln befanden sich Reste einer Flüssigkeit, berichtete die regionale Tageszeitung "Östersunds Posten" am Dienstag. Ein Zusammenhang mit der am Wochenende zu Ende gegangenen Biathlon-WM in Östersund sowie ein möglicher neuerlicher Doping-Skandal werden nicht ausgeschlossen.

Der Fund wurde dem Bericht zufolge von einem Autofahrer bereits am Sonntag in unmittelbarer Nähe eines Parkplatzes an der E45 gemacht und anschließend der Polizei gemeldet. Ein offenbar weggeworfener Plastiksack befand sich im Straßengraben hinter einem Schneewall, weitere Plastiksäcke etwas weiter entfernt im Wald. Laut Beschriftung enthielt einer der darin gefundenen Beutel Glukose (Zuckerlösung). In einem anderen Beutel befanden sich laut dem Bericht Reste einer gelblichen Flüssigkeit.

Der Chef des Dopinglabors in Huddinge bei Stockholm, Mats Garle, hält den Fund für "definitiv interessant". Garle sagte gegenüber "Östersunds-Posten", vor allem in den Oststaaten gebe es eine langjährige Tradition, Sportlern einen Cocktail mit verschiedenen Lösungen durch Infusionen zu verabreichen. Sollte es sich bei der gefundenen gelblichen Flüssigkeit um Urin handeln, könnte es sich um einen Hinweis auf die Manipulation von Dopingtests handeln, so Garle in dem Interview. Die Polizei in Östersund leitete Ermittlungen ein.

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