Görgl lässt St. Anton-Abfahrt aus

Wintersport

Görgl lässt St. Anton-Abfahrt aus

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Abfahrts-Weltmeisterin fühlt sich nach nur einem Training nicht bereit für Kandahar-Strecke.

Das ohnehin schon kleine Speed-Team der österreichischen Ski-Damen muss am Samstag ohne Elisabeth Görgl auskommen. Die steirische Doppel-Weltmeisterin verzichtet auf ein Antreten in der Abfahrt beim Heim-Weltcup in St. Anton. "Sie fühlt sich nach der Absage des heutigen Trainings nicht bereit und sicher genug", teilte der Österreichische Skiverband (ÖSV) am Freitagnachmittag mit. Drei Wochen vor Beginn der alpinen Weltmeisterschaften in Schladming hat Görgl noch keinen Weg aus der anhaltenden Krise gefunden.

7 Sekunden Rückstand im Training
Görgl hatte am Donnerstag im einzigen Training auf der "Karl Schranz"-Strecke 7,40 Sekunden Rückstand auf die Schnellste. "Am Start beim zweiten Tor hat es schon so geschlagen, dass ich mir gedacht habe: 'Was ist denn da los?' Ich habe nichts gesehen, es war brutal zu fahren. Unten habe ich mir dann gedacht, ist eh wurscht, ich riskiere hier nicht Kopf und Kragen", hatte die zweifache Goldmedaillengewinnerin von 2011 gemeint, nachdem sie sich durch die letzten Tore ins Ziel gebremst hatte. Weil das Training am Freitag wegen heftigen Schneefalls gestrichen wurde, erklärte sie nun ihren Startverzicht.

Fehler beim Feintunig
"Sie hat bei der Schuhwahl was probiert, was für diese Strecke nicht gepasst hat. Die Materialabstimmung für die jeweiligen Verhältnisse ist auch für erfahrene Läuferinnen schwierig. Und wenn du nur eine Fahrt hast, hast du nicht viel Zeit", hatte ÖSV-Damencheftrainer Herbert Mandl gemeint. Görgl ist in dieser Saison noch nicht richtig ins Fahren gekommen, sie macht anhaltende Schwierigkeiten bei der Umstellung auf das neue Material, aber auch ihre Fahrweise dafür verantwortlich. Im Super-G am Sonntag will die 31-Jährige antreten.

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