Krise: Lizz Görgl fehlt Selbstvertrauen

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Krise: Lizz Görgl fehlt Selbstvertrauen

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Große Ernüchterung bei Lizz Görgl. Doppel-Weltmeisterin fährt leider nur noch hinterher.

Die Enttäuschung war Görgl auch nach der zweiten Abfahrt von Lake Louise ins Gesicht geschrieben. Mit einem gequälten Lächeln stand sie im Zielraum und diskutierte mit den Trainern. Nur Platz 29, fast drei Sekunden Rückstand, und das in ihrer Lieblingsdisziplin .

Frust
Damenchef Herbert Mandl hatte sofort eine Erklärung parat: „Lizz ist noch nicht so weit, dass sie in der Abfahrt mit Selbstvertrauen agieren kann und locker fährt.“ Eine Analyse, die für Görgl mehr als deprimierend ist. In der letzten Saison war sie die beste Österreicherin in der Abfahrt gewesen.

Knie-OP wirkt noch nach
Doch die Knieoperation im April und das verpasste Sommertraining im August in Neuseeland wirken sich jetzt doch aus – mehr als Görgl lieb ist. Nachdem es beim Training in den USA schon gut gelaufen war, hatte sie sich für die Rennen in Lake Louise gewisse Hoffnungen gemacht. Coach Mandl: „Es stimmt, dass es bei ihr in der Vorbereitung schon ganz gut ausgeschaut hat, aber das dann im Rennen zu bringen, ist schwierig.“

Fakt ist: Die Abfahrt ist bei den Damen die schwächste Disziplin. Anna Fenninger ist auch noch nicht so weit, Andrea Fischbacher kämpft nach Rückenproblemen ebenfalls mit der Form.

Viel Arbeit bis zur WM
Noch bleibt Zeit, den Rückstand aufzuholen. Bis zur Heim-WM in Schladming will vor allem Görgl wieder top sein. Immerhin ist sie Titelverteidigerin in Abfahrt und Super-G. Bei der WM 2011 in Garmisch hat sie der großen Lindsey Vonn die Show gestohlen. „Das waren Momente, die ich ein Leben lang nicht vergessen werde“, sagt sie.

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