Ligety eine Nummer zu groß

Klammers Kommentar

Ligety eine Nummer zu groß

Franz Klammer über Ted Ligetys Machtdemonstration beim Sölden-RTL.

Ligety vor Pinturault und Hirscher. Das Ergebnis von Sölden ist nicht wirklich überraschend, denn die drei fahren im Riesentorlauf in einer eigenen Liga. Positiv überrascht hat mich Svindal, der mit einem vierten Platz aufgezeigt hat. Er ist für mich der erste Anwärter auf den Gesamtweltcup, weil er mit Riesentorlauf, Abfahrt und Super-G gleich in drei Disziplinen punkten kann.

Hirscher fährt wie immer aufs Podest. Das sind wir von ihm gewohnt. Von den anderen ÖSV-Läufern hätten wir uns mehr erwartet. Schörghofer ist ganz gut gefahren, alle anderen sind noch nicht in Topform.

Abstand zu ihm hat sich nicht verringert
Eine Macht sind aber die Franzosen. Sechs unter den ersten elf ist schon sehr massiv. Da kommt noch einiges auf uns zu. Nach dem ersten Durchgang hätten wir uns erwarten dürfen, dass unsere Läufer ihre Positionen halten können. Das ist aber nur Marcel Hirscher geglückt.

Viele fragen sich, ob die Konkurrenz im Riesentorlauf näher an Ligety herangekommen ist. Ich finde nicht. Er fährt noch immer in einer eigenen Klasse. Gefühlsmäßig hat er im zweiten Lauf nicht einmal alles riskiert. Der Abstand zu Ligety hat sich nicht in dem Ausmaß verringert, wie viele gehofft haben.