moan

Nord. Kombination

Norweger Moan gewinnt in Chaux-Neuve

Bester Österreicher wurde Mario Stecher als vierter. Die ÖSV-Athleten waren mannschaftlich top, vier Kombinierer landeten unter den Top 9.

Mit einer mannschaftlich starken Leistung haben die Nordischen Kombinierer des ÖSV am Samstag beim Weltcup in Chaux-Neuve aufgewartet. Bester war der Steirer Mario Stecher als Vierter, knapp dahinter folgten Christoph Bieler, Lukas Klapfer und Tomaz Druml auf den Rängen fünf, sieben und neun. Diese Dominanz tröstete doch etwas über den neuerlich verpassten Podestplatz hinweg. Der Norweger Magnus Moan lief vor dem Finnen Anssi Koivuranta (9,2 zurück) und dem Deutschen Björn Kircheisen (32,9) zu seinem fünften Saisonsieg.

Rakete Moan
Der 25-jährige Moan distanzierte in der Loipe den zweitschnellsten Läufer um fast eine Minute, in der Weltcup-Gesamtwertung reduzierte er als Gesamt-Zweiter den Rückstand auf den führenden Koivuranta auf 52 Punkte. Der 20-jährige Finne hatte nach dem Springen vor dem Lokalmatador Jason Lamy Chappuis und Bieler geführt, wurde aber auf dem letzten Kilometer des 10-km-Langlaufs vom heranbrausenden Moan distanziert.

Trainer Diess hob vor allem die Leistung Bielers hervor, der sein erstes Rennen nach langwieriger Viruserkrankung bestritt. "Das war extrem erfreulich, das war seine erste schnelle Einheit und er hatte muskulär keine Probleme." Der Tiroler selbst war mit dem Resultat "mehr als zufrieden". Nach der langen Pause sei es schwierig gewesen, das Lauf-Potenzial einzuschätzen.

Stecher mit Blech-Abo
Stecher, der in den jüngsten sechs Bewerben viermal Vierter war, habe noch Potenzial, betonte Diess. "Der Sprung kann noch besser werden und auch beim Material können wir noch mehr herausholen", sagte der Coach. Stecher sah das Ergebnis positiv. "Stockerl-Phobie habe ich keine, aber es passt halt noch nicht so ganz", sagte der Team-Olympiasieger. Mit drei Österreichern in der Gruppe mit Kircheisen hätte man die Sache im Finish taktisch klüger angehen können, meinte er.

Klapfer fehlte nach Worten von Diess die Kaltschnäuzigkeit, selbst eine Attacke zu versuchen. "Er hätte es im Finish probieren müssen, da kann man schon etwas riskieren", merkte Diess an. Der ausgeglichene Steirer (7. im Springen, 9. im Langlauf) schaffte als Siebenter immerhin sein zweitbestes Karriere-Resultat nach Rang fünf in Ramsau. Der Kärntner Druml erreichte als Neunter sogar sein persönliches Top-Ergebnis.