Schweres Debakel für ÖSV-Adler

Trondheim

Schweres Debakel für ÖSV-Adler

Pole Stoch gewinnt in Trondheim. Kein ÖSV-Adler schafft es in die Top 10.

Großschanzen-Weltmeister Kamil Stoch hat seine Hochform von den Nordischen Titelkämpfen im Val di Fiemme in den Weltcup transferiert. Nach seinem Erfolg am Dienstag in Kuopio gewann der 25-jährige Pole mit Weiten von 131 und 140 m am Freitag auch in Trondheim. Mit 1,7 Zählern Rückstand wurde Richard Freitag (GER) Zweiter, 8,3 Punkte hinter Stoch landete der Japaner Daiki Ito auf Platz drei. Halbzeit-Leader Robert Kranjec (SLO) fiel auf Platz 5 zurück.

ÖSV-Debakel
Für die österreichische Equipe gab es wie zuletzt in Lahti neuerlich ein Weltcup-Ergebnis ohne Top-Ten-Platzierung. Routinier Wolfgang Loitzl verbesserte sich vom 17. noch auf den elften Rang und war damit bester Österreicher. Stefan Kraft, Manuel Fettner und Weltcup-Gesamtsieger Gregor Schlierenzauer landeten der Reihe nach auf den Plätzen 14 bis 16.

Nationencup bleibt umkämpft
Da aber auch die Norweger mit Rang acht (Anders Jacobsen) und 13 (Anders Bardal) nur zwei Springer in die Top 15 brachten, konnten Schlierenzauer und Co. die knappe Führung im heuer spannenden Nationencup behaupten. Österreich führt in der Mannschaftswertung mit 4.939 Punkten noch 33 Zähler vor Norwegen, allerdings machen die Deutschen die Entscheidung endgültig zum Dreikampf.

Nach den Tagesrängen zwei durch Freitag, vier durch Michael Neumayer und zehn durch Severin Freund fehlen der vom Vorarlberger Werner Schuster gecoachten deutschen Equipe auch nur noch 55 Punkte auf das ÖSV-Team. Der Weltcup wird am Sonntag im nordischen Mekka auf dem Holmenkollen in Oslo fortgesetzt.

Endstand Großschanze Trondheim

1. Kamil Stoch (46) POL 280.4  
2. Richard Freitag (45) GER 278.7  
3. Daiki Ito (26) JPN 272.1  
4. Michael Neumayer (42) GER 271.4  
5. Robert Kranjec (44) SLO 269.8  
6. Peter Prevc (39) SLO 267.9  
7. Jurij Tepes (36) SLO 266.9  
8. Anders Jacobsen (47) NOR 265.4  
9. Piotr Zyla (28) POL 259.5  
10. Severin Freund (48) GER 258.4  
11. Wolfgang Loitzl (38) AUT 256.1  
12. Noriaki Kasai (24) JPN 255.0  
13. Anders Bardal (49) NOR 254.4  
14. Stefan Kraft (22) AUT 253.3  
15. Manuel Fettner (25) AUT 252.5  
16. Gregor Schlierenzauer (50) AUT 250.8  
17. Dawid Kubacki (19) POL 250.4  
18. Vincent Descombes Sevoie (13) FRA 249.8  
19. Tom Hilde (43) NOR 249.5  
20. Andreas Wellinger (33) GER 249.3  
21. Jan Matura (41) CZE 248.7  
22. Andreas Wank (29) GER 247.5  
23. Andreas Stjernen (31) NOR 246.8  
24. Maciej Kot (35) POL 246.7  
25. Denis Kornilov (21) RUS 245.5  
26. Dimitry Vassiliev (32) RUS 244.5  
27. Yuta Watase (7) JPN 238.4  
28. Junshiro Kobayashi (6) JPN 237.6  
29. Stefan Hula (8) POL 237.1  
30. Reruhi Shimizu (15) JPN 232.3