Ski-Ladies lassen Sölden beben

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Ski-Ladies lassen Sölden beben

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Hochspannung vor dem Ski-Auftakt der Damen am Sölden-Gletscher.

Das Warten hat ein Ende. Am Samstag (10 & 13.15 Uhr im Sport24-LIVE-Ticker) eröffnen die Ski-Damen die neue Weltcupsaison. Beim Riesentorlauf in Sölden haben vor allem die rot-weiß-roten Lokalmatadorinnen viel vor. „Wir sind besser als Platz 15“, verspricht Stephanie Brunner Wiedergutmachung. An jener Stelle landete in der Vorsaison Katharina Truppe als beste Österreicherin. Diese historische Pleite fand wegen Corona gänzlich ohne Fans an der Strecke statt. Am Samstag werden an die 7.000 Zuschauer erwartet.

„Wir sind absolut besser drauf als vor einem Jahr“, ist auch ÖSV-Damencheftrainer Christian Mitter überzeugt. Der Plan sei „immer, dass man gewinnt, aber das ist natürlich sehr verwegen und derzeit nicht sehr realistisch“, ist sich der 41-Jährige bewusst. „Ich wäre aber zufrieden, wenn man sieht, dass die Mädchen gewinnen wollen. Dann sind wir sicher nicht weit hinten.“ Im Training waren zuletzt jedenfalls „super Schwünge dabei“.

Zu schlagen gilt es wohl die „üblichen Verdächtigen“. Laut Mitter sind dies Mikaela Shiffrin (USA), ­Alice Robinson (NZL) und Vorjahressiegerin Marta Bassino (ITA).

"Sie war bisher absolut unsere Stärkste"

Die größten Hoffnungen im ÖSV-Team liegen auf Katharina Liensberger. „Ich weiß, dass ich sehr schnell sein kann“, sagt die RTL-Dritte der WM in Cortina. „Ich will es besser machen als in den Vorsaisonen.“ Ihr bisher bestes Resultat auf dem selektiven Hang ist ein 16. Platz 2018. „Es ist vielleicht nicht ihr Typ von Hang, aber natürlich muss es das Ziel sein, dass sie auch das gut bewältigt. Und sie hat sehr ansprechende Leistungen gezeigt, als wir hier trainiert haben. Bis jetzt war sie absolut unsere Stärkste“, verrät Mitter.

Was wohl auch an einer Änderung in der Vorbereitung liegt. Liensberger und Brunner „matchen“ sich neuerdings in derselben Trainingsgruppe. „Kathi kann unglaublich schnell sein. Wenn man mit ihr mithält, weiß man, wo man steht. Sie fährt schon im Training einen hohen Level“, ist Brunner begeistert. Im Gegensatz zu Liensberger stand sie in Sölden schon dreimal in den Top 5. „Es ist sicher ein Vorteil“ bestätigt Liensberger einen nun viel intensiveren Austausch mit Brunner.

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